Donnerstag, 11.01.2018

Haushaltsloch mit eigenen Mitteln stopfen

Leserbrief
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Reiner Langwald, Bad Harzburg, zum Leserbrief von Dr. Gerhard Hoffmann, „Rat ist zuständig, Bürgerbegehren zulässig“ (GZ vom 10. Januar 2018/Eingang: 10. Januar 2018)

Die Hoffnung des Bürgermeisters, dass die Finanzlage und das Arbeitsplatzangebot in Braunlage sich durch zusätzliche Gästebetten im geplanten Resort verbessern würden, kann sich nur erfüllen, wenn die Stadt ihre eigenen Einnahmemöglichkeiten besser nutzt. Braunlage ist im niedersächsischen Harz schon jetzt der meistbesuchte Ort: 2016 waren es rund 220.000 Gäste mit rund 790.000 Übernachtungen, die kleinen Pensionen und Privatvermieter mit weniger als zehn Betten gar nicht mit gezählt. Laut Statistik gab in dem Jahr jeder Gast 78 Euro täglich aus, in Braunlage also mindestens geschätzte 65 Millionen Euro.

Doch die Stadt schöpft per Gewerbesteuerhebesatz von 350 Prozent von diesen erfreulichen Einnahmen weitaus weniger ab als etwa Bad Harzburg oder Goslar mit Hebesätzen von 440 beziehungsweise 420 Prozent. Auch über die wichtige Grundsteuer B steuert die Fremdenverkehrswirtschaft in Braunlage bei einem Hebesatz von 390 Prozent weitaus weniger zu den Stadtfinanzen bei als in Bad Harzburg mit 440 und Goslar mit 460 Prozent. Das permanente Braunlager Haushaltsloch könnte also auch mit eigenen Mitteln gestopft werden, statt mit den woanders von den Steuerzahlern aufgebrachten Landesmitteln.




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