Samstag, 16.03.2019

Großkontrollen decken gravierende Verstöße in Shisha-Bars auf

Leserbrief

Gravierende Verstöße gegen Baurecht, Brand- und Jugendschutz sowie das Lebensmittelrecht deckten Einsatzkräfte am späten Freitagabend in vier Shisha-Bars im Kreisgebiet auf. Die Kontrollen liefen als konzertierter Großeinsatz des Landkreises Goslar, der Städte Seesen, Goslar und Clausthal-Zellerfeld sowie von Beamten der Polizeiinspektion Goslar und der Bereitschaftspolizei Braunschweig kontrolliert.

Das Hauptaugenmerk der Kontrollen wurde auf akute Gesundheitsrisiken gelegt, ausgelöst durch die mitunter hohe Kohlenmonoxidbelastung in Shisha-Betrieben. Darüber hinaus widmeten sich die Kontrolleure der Überprüfung etwaiger Straftatbestände – wie beispielsweise Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz – sowie der Einhaltung des Jugendschutzes, des Brandschutzes und Baurechts sowie der Lebensmittel- und Hygienesicherheit. Für die Messung der Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft stellte die Feuerwehr CO-Messgeräte zur Verfügung.

Akute Brandgefahr

Während die Belastung durch Kohlenmonoxid nur in zwei der vier überprüften Betriebe die Grenzwerte überschritten, wurden in allen Bars zum Teil gravierende Verstöße gegen das Baurecht festgestellt. Ein Betrieb musste aufgrund der akuten Brandgefahr – nach Einschätzung der Feuerwehr stand ein Brand unmittelbar bevor - sogar geräumt und in der Folge bis auf weiteres geschlossen werden.

Jugendschutz missachtet

Ferner monierten die Einsatzkräfte mehrfache und in einem Fall sogar erhebliche Verstöße gegen das Lebensmittelrecht. Auch mit dem Jugendschutz nehmen es einige Betreiber von Shisha-Bars im Landkreis Goslar offensichtlich nicht so genau. Insgesamt wurden in diesem Bereich drei Verstöße ermittelt. Gegen die Betreiber wurden Verfahren eingeleitet.

Auslöser der nächtlichen Großkontrolle waren die Ereignisse rund um eine Shisha-Bar in Goslar. Anfang Februar musste die Polizei den Betrieb in der Marstallstaße schließen, da ein 20-jähriger Besucher mit Vergiftungserscheinungen auf der Intensivstation des Goslarer Krankenhauses gelandet war.








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