Dienstag, 26.12.2017

Gesundheit ist eine Staatsaufgabe

Leserbrief
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Mario Tippe, Goslar, zum Artikel „Die Paracelsus-Kliniken sind pleite“ (GZ vom 22. Dezember 2017/Eingang: 22. Dezember 2017)

Die Insolenz der Paracelsuskliniken wurde wohl durch Managementfehler verursacht. Nicht durchgeführte notwendige Investitionen und Neuaufstellung der Kliniken wurden zugunsten der Gewinnmaximierung nicht getätigt. Leidtragende sind wieder einmal das Personal und mit Sicherheit auch die Patienten. Es zeigt sich hier in aller Deutlichkeit, was passiert, wenn sich der Staat aus der Gesundheitsdaseinsvorsorge zurück zieht, vor allem mit dem Argument der Wirtschaftlichkeit. Die Gesundheit der Bevölkerung ist kein Privileg der Marktwirtschaft. Die Gesundheit der Bevölkerung ist eine hoheitliche Staatsaufgabe. Wir brauchen keine 200 Krankenkassen und privat betriebene Klinikkonzerne, sondern nur eine Krankenkasse mit einer Pflichtversicherung für alle Bürgerinnen und Bürger. Ein Gesundheitssystem, das sich an den Bedürfnissen und Erfordernissen der kranken Menschen ausrichtet, und jeder Patient die optimale Behandlung bekommt und schnellstmöglich wieder gesund und nicht noch kränker gemacht wird durch das System der Ignoranz und Verweigerung der benötigten Hilfe. Es ist hier schon fünf Minuten nach zwölf und nicht vor zwölf. Aller höchste Zeit umzudenken und eine Neuausrichtung des Gesundheitssystems voran zu treiben.







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