Mittwoch, 04.04.2018

Geröll erinnert eher an Bauschuttdeponie

Leserbrief
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Günter Piegsa, Geschichtsverein Goslar, zum Leserbrief von Christina Singewald „Verdacht: Stadt misst mit zweierlei Maß“ (GZ vom 3. April 2018/Eingang: 3. April 2018)

„Gehen Sie bitte davon aus, dass die Baumaßnahme in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde durchgeführt wird“ schrieb mir der Fachdienst Bauordnung, Denkmalschutz der Stadt Goslar am 29. Juli 2016, nachdem ich wegen der Abgrabungen an den Wallanlagen im Bereich der Villa Saxer und der Abkippung von Bodenaushub auf der bahnzugewandten Seite mehrfach bei der Stadt Goslar vorstellig wurde. Das abrutschende Geröll fängt ein peinlich wirkender Zaun auf, das ehedem vorhandene Grün ist zum Teil überschüttet und abgestorben, das Ganze macht den Eindruck einer Bauschuttdeponie, unwürdig dem Welterbeanspruch der Wallanlagen. Wo Bundesmittel fließen, wird aufgewertet, wo ein Investor mit den richtigen Kontakten Geld sparen will, darf zerstört werden.

Auch die Klosterkammer Hannover wusste ihre Interessen an Bedingungen zu knüpfen: Vor einem Jahr wurde das Kasino im Fliegerhorst, ein Einzeldenkmal ohne nennenswerte Bauschäden, im engen Schulterschluss aller Verantwortlichen dem Erdboden gleichgemacht. Der Verdacht, die Stadt messe mit zweierlei Maß, wurde nun zum wiederholten Male bestätigt. Oder mangelt es an fachlichem Sachverstand?







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