Freitag, 24.05.2019

GNTM-Finale erntet auf Twitter nichts als Spott

Leserbrief

Da bringen die „Game-of-Thrones“-Macher mit ihrem Serienfinale Millionen Menschen gegen sich auf, Popikone Madonna verstört beim „Eurovision Song Contest“ (ESC) mit einem Auftritt, der in den Medien am nächsten Tag als Ruin für ihre Karriere verrissen wird, und dann kommt Pro7 und setzt mit dem Finale von „Germany’s Next Topmodel“ noch einen drauf – Den Eindruck zumindest erhält man, wenn man sich die Reaktionen auf das Finale am Donnerstag in den sozialen Medien anschaut.

Besonders bei Twitter erntet die Sendung nichts als Hohn und Spott. „Da kommt echt kein Fiebertraum ran“ oder „Ich bin auf jeder Ebene verstört“, so schreiben Zuschauer unter dem Hashtag „GNTM“. Was das Publikum auf den Sofas so entsetzt, sind nicht nur die Playback-Auftritte diverser Stars oder die versteckte Dauerwerbung. Vor allem der „Girlpower-Walk“, bei dem die Kandidatinnen Statements wie „Gott ist eine Frau“ oder „Die Zukunft ist weiblich“ zu Schau tragen und hinterher erklären, was „Girl Power“ für sie bedeutet. „Kalendersprüche und Modeling verbindet der ‚Girlpower-Walk‘,“ so ein Kommentar auf Twitter, oder: „Beim Thema Girlpower werden sie in Kleider gezwängt, in denen sie sich nicht bewegen können??!!“. Und: „Girl-Power-Walk bei ’ner Sendung, in der es nur um die Vermarktung von Sexismus geht. Genau mein Humor.“

Hochzeit vor laufender Kamera

Schnell ist es dann mit der Emanzipation dann auch wieder vorbei, als die ausgeschiedene GNTM-Kandidatin Theresia vor laufender Kamera auf der Bühne ihrem Verlobten Thomas das Ja-Wort gibt. Die Trauung vollführt Heidi Klum persönlich. „Das ist mit Abstand das PEINLICHSTE, das ich JEMALS im TV gesehen habe“, tweetet der Trash-TV-Twitterer Anredo.

Etwas Ähnliches scheinen auch Thomas Gottschalk und Supermodel Tyra Banks zu denken: „Das Bild gehört in den Duden als Beispiel für Verzweiflung“, schreibt ein Twitter-User zu einer Szene, in der beide gelangweilt in die Kamera schauen. Gefühlt eher beiläufig wird Simone zu Germany’s Next Topmodel gekrönt. Und das, obwohl „Simi“ von der Jury seit Wochen gelobt, von ihren Mitkandidatinnen gehasst und gemobbt wurde. In der heilen Final-Welt hat das Thema aber keinen Platz. „Das schlimmste am GNTM-Finale war, wie alle Kandidatinnen zur Gewinnerin gelaufen sind, nachdem sie das Mädchen die ganze Staffel lang runtergemacht haben. Ist ziemlich hinterhältig“, fasst es eine Twitter-Nutzerin zusammen. 








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