Freitag, 03.01.2020

Fürs Klima auf Führerschein verzichten

Leserbrief

Harz. Ein wiederverwendbarer Becher für das Lieblings-Heißgetränk, ein Mehrwegbeutel in der Tasche und vielleicht mal keine neue Jeans im ausländischen Internetshop bestellen: Möglichkeiten, einen kleinen Teil für unsere Umwelt zu tun, sind bereits mit wenig Aufwand umsetzbar. Wir haben uns bei Jugendlichen aus der Region umgehört, ob und wie sie dazu beitragen, den Klimawandel zu stoppen. Warum also nicht das neue Jahr nutzen und nicht nur etwas für sich, sondern auch für die Umwelt tun?

Kleine Schritte

Wie es auch bei Neujahrsvorsätzen gilt, sollten wir uns nicht zu viel auf einmal vornehmen. Sonst ist die Chance leider sehr hoch, dass wir es nicht allzu lange durchhalten. So tragen auch schon kleine Schritte zu einem Erfolg bei. Jannis Marquardt behauptet von sich, dass er aktiv nichts für die Umwelt tut. „Ich achte dann eher passiv darauf, den klimaneutraleren Weg zu gehen, wenn ich denn die Wahl habe“, sagt der 22-Jährige. So fährt der Okeraner beispielsweise mit dem Zug zur TU Braunschweig, anstatt das Auto zu nehmen. „Wenn jetzt kein Zug kommt, würde mich das nicht daran hintern auch spontan mit dem Auto nach Braunschweig zu fahren“, gesteht der Mathematik-Student.

Carolin Schnevoigt kommt bei dem Thema nachhaltige Neujahrsvorsätze ebenfalls gleich die Mobilität in den Sinn. Die 21-Jährige hat sich vorgenommen, wieder mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad unterwegs zu sein und versucht, häufiger auf das Auto zu verzichten. „Gerade auf dem Weg zur Uni kann ich das gut umsetzen, um einen kleinen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten“, sagt die Vienenburgerin. „Mülltrennung würde ich jetzt gar nicht als etwas Besonderes ansehen, das macht man ja eh schon“, ergänzt sie.

Öfter mal zu Fuß

Mika Beckmann aus Bündheim lässt auch öfter das Auto stehen und geht stattdessen zu Fuß, falls es möglich ist. Das will der 21-Jährige auch in diesem Jahr weiterverfolgen. Zudem hat Mika auch seinen Fleisch-Konsum vermindert.

Malte Fischer verfolgt den Plan, etwas Gutes für die Umwelt zu tun, noch extremer. „Ich nutze öffentliche Verkehrsmittel und mache als Konsequenz daraus keinen Führerschein“, sagt der 18-Jährige. Seinen Fleischkonsum reduziert der Goslarer ebenfalls auf ein Mindestmaß. Er macht zudem Urlaub zu Hause oder „in vertretbarer Nähe“.

Marie-Luise Hartman versucht gerade beim Einkaufen, auf die Umwelt zu achten. „Bei Kosmetikartikeln sowie Obst und Gemüse verzichte ich auf Plastikverpackungen. Kleidung und Gegenstände des alltäglichen Lebens kaufe ich möglichst gebraucht“, sagt die Bad Harzburgerin. Die 21-Jährige betont aber auch, dass die Umsetzung zum Teil jedoch schwierig sei: „Gerade, wenn man mit anderem Menschen zusammenlebt, für die diese Dinge nicht zum Leben gehören.“









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