Dienstag, 05.12.2017

Forderung ist mehr als einfältig

Leserbrief
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Hans-H. Braun, Goslar, zum Artikel „Wolfsbüro fordert höhere Elektrozäune“ (GZ vom 29. November 2017/Eingang: 2. Dezember 2017)

Die „Experten“ raten zu höheren Elektrozäunen mit einer Höhe von ‚mindestens 120 cm‘. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Zäune in dieser Höhe vom Wolf leicht übersprungen werden. Oft wird von ihnen durch das Untergraben von Zäunen und Gattern der Wildgehege der Weg zu den Beutetieren erreicht.

Gerade die Schafhalter betreiben mit ihrer Form der Landnutzung in weiten Teilen großflächig bedeutende Naturschutzaktivitäten oder Deichsicherungsmaßnahmen. Eine ‚wolfssichere‘ Einzäunung verbietet sich in diesen Gebieten. Aber auch in der herkömmlichen Landwirtschaft und Schäferei sind Einzäunungen der geschilderten Art über mehrere hundert Meter aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht durchführbar. Zumal ein Erfolg mehr als fraglich ist.

Selbst der Fachbehörde sollte bekannt, dass die von ihr erhobene ‚Forderung‘ bei näherer Betrachtung mehr als einfältig ist.








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