Montag, 14.05.2018

Flurnamen sind wertvolles Kulturgut

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Sieglind Bauer, Goslar, zum Artikel „CDU steht zum Schneckenanger“ (GZ vom 4. Mai 2018/Eingang: 5. Mai 2018)

Bei den Überlegungen zur Namensgebung für eine Straße sollten immer der Respekt vor der Geschichte des Ortes und die Heimatliebe im Vordergrund stehen. Deshalb ist es höchst begrüßenswert, wenn die Wiedelaher ihren althergebrachten Namen „Schneckenanger“ vor dem Vergessen retten wollen, indem sie ihre neue Straße so benennen möchten. Es wirkt befremdend, wenn Außenstehende darüber abschätzige Bemerkungen machen und den Straßennamen dazu benutzen wollen, eine historische Person zu ehren, die auch auf andere Weise geehrt werden kann.

Flurnamen sind ein wertvolles Kulturgut, das über die Jahrhunderte hinweg von Mund zu Mund weitergegeben worden ist. Durch Baumaßnahmen verschwinden diese von unseren Vorfahren bewahrten Namen immer mehr. Übrigens kommt das Wort „Schnecke“ auch sonst in Flur- und Forstnamen unserer Umgebung vor. Bezeugt sind: Schneckenkamp“ nördlich von Grauhof, das „Schnackental“ am Westhang des Herzbergs, „Schneckengarten“ in Bündheim, die „Schniggentäler“ als Nebentäler des Riefenbachtals westlich von Bad Harzburg. Hoffen wir also, dass der wertvolle Name „Schneckenanger“ in dem Straßennamen in Wiedelah weiterleben darf und nicht für immer verloren geht.







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