Mittwoch, 14.03.2018

Filmpreis für Vienenburger Schulen

Leserbrief

Vienenburg/Hannover. Anfang März ging in Los Angeles noch die Oscar-Verleihung über die Bühne. In Hannover lag am Mittwochvormittag eine ähnliche Stimmung in der Luft: Mit Spannung wurde erwartet, wer den inklusiven niedersächsischen Kurzfilmwettbewerbs „Ganz schön anders – ganz schön cool“ gewinnt. 17 Vienenburger Schüler haben vor Ort mitgefiebert und erfahren, dass sie den Publikumspreis gewonnen haben.

Den ersten Platz belegte die Dokumentation „Be Lennart – be cool“ der Integrierten Gesamtschule Roderbruch in Hannover. Ihnen winkt als Hauptpreis eine Reise nach Berlin mit einem Besuch im Filmpark Babelsberg. Bei der Preisverleihung im Astor Grand Cinema Hannover ging der Landkreis Goslar aber nicht leer aus: Der Spielfilm „Wo ist das Problem?“ der Vienenburger Förderschule am Harly und der Vicco-von-Bülow-Oberschule erhielt den begehrten Publikumspreis. Für ihr etwa fünfminütiges Video bekamen die Schüler auf YouTube die meisten Klicks und Likes: Ihr Spielfilm erhielt 3234 Aufrufe und 307 Gefällt-Mir-Angaben. Als Preis gewinnen sie ein Pizzaessen für das gesamte Filmteam.

Schauspielerin in Jury

Bei dem Wettbewerb für Inklusion und gegen Ausgrenzung nahmen Jugendliche von der achten bis zehnten Jahrgangsstufe aus Förder- und Regelschulen in Niedersachsen teil. Insgesamt lagen der Jury um die Rollstuhl-Skateweltmeister und YouTuber David Lebuser und Lisa Schmidt sowie die Schauspielerin Carina Kühne 62 Kurzfilme vor. Davon hat die Jury zehn Videos für den Preis nominiert, die bei der Filmparty gezeigt wurden.
„Der Sieg kam für uns sehr überraschend, es war schließlich unser erster Film, den wir überhaupt gedreht haben. Wir sind sehr happy über den Preis“, sagt Annett Gebbert, betreuende Lehrkraft von der Förderschule am Harly.


Raymond Arnold von der Vienenburger Oberschule hingegen hat schon etwas geahnt, dass ihr Film bei dem Publikumspreis gute Chancen haben könnte. „Ich habe mich in den sozialen Medien umgeschaut und gesehen, dass wir im Vergleich zu den anderen Wettbewerbsbeiträgen gute Klickzahlen haben“, berichtet der Schüler, der in dem Film eine der Hauptrollen gespielt hat.
Zur großen Filmparty kamen rund 500 Schüler nach Hannover. „Die Filmteams wurden jeweils einzeln auf die Bühne gerufen und mussten Fragen zu ihrem Film beantworten. „Als wir auf der Bühne sprechen mussten, war das sehr aufregend. Ich habe sogar gezittert“, sagt Antonja Millhagen, die zweite Hauptdarstellerin des Films. Raymond berichtet, dass dabei sein „Puls ziemlich in die Höhe schoss“. Diese Aufregung hielt noch bis zur Rückfahrt an, erzählt Gebbert. „Die Schüler waren völlig aus dem Häuschen und verfielen in einen regelrechten Freudentaumel“, erzählt die Förderschullehrerin.

Weitere Kooperationen

Bei den guten Erfahrungen könne sie sich eine weitere Filmkooperation der beiden Schulen vorstellen. „Es war schön, dass sich die Jugendlichen der Förder- und Oberschule kennenlernen konnten und gemeinsam einen Film auf die Beine gestellt haben“, sagt Annett Gebbert. Somit haben sie das Ziel des Wettbewerbs erreicht. Es gehe darum, die Begegnung zwischen behinderten und nicht behinderten Jugendlichen zu fördern. Deswegen war die Preisverleihung komplett barrierefrei. Alle Schülerfilme haben Untertitel, und für Sehbehinderte gibt es Hörfilmfassungen.

Hier geht es zum Video der Vienenburger Schüler







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