Mittwoch, 07.03.2018

Exzessiver Überschuss ist ein Irrsinn

Leserbrief
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Helmut Meer Goslar, zum Artikel „Europa von neuer Stahlschwemme bedroht“ (GZ vom 3. März/Eingang: 7. März 2018)

Wenn Kartoffeln geschält werden müssen, überlegt man vorher, wie viele es sein müssen, mehr schält man nicht. Warum kann diese Binsenweisheit nicht auch für die Stahlproduktion oder den Autobau gelten. Warum ist es in der Industrie nie genug? Ein Handelskrieg bei exzessiven Überkapazitäten ist Irrsinn. Unsere Nachbarn in Europa beklagen sich zu Recht über den deutschen Exportüberschuss.

Wir mästen viel zu viele Schweine und wundern uns über die zu hohen Nitratwerte im Trinkwasser. Im Supermarkt gibt es nur noch Hähnchenbrüste zu kaufen, das Gerippe verscherbeln wir billigst nach Afrika und wundern uns dann über die arbeitslosen afrikanischen Hühnerbauern, wenn sie als Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland wollen. Und damit die Wirtschaft noch weiter wächst, installieren wir in unsere Produkte den frühzeitigen Verschleiß.

Warum produzieren wir nicht einfach langlebige Produkte und arbeiten entsprechend weniger? Wir sollten nur so viel exportieren, wie wir für die Bezahlung unserer Importe benötigen. Denn alle Länder brauchen letztlich eine ausgeglichene Handelsbilanz.

Wenn wir die in den Finanzmärkten geparkten Milliarden mittels einer Geldhaltegebühr (ähnlich einer Parkgebühr) statt positiver Zinsen in der Realwirtschaft flott zirkulieren lassen, können wir damit ein üppiges Grundeinkommen finanzieren, und die Arbeitszeit drastisch reduzieren. An Waren aller Art würde es uns nicht mangeln. Wir sind das Volk, die 99 Prozent.







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