Montag, 01.07.2019

Einmal an den Luxusfahrzeugen von Ferrari schrauben

Leserbrief

Goslar/Vicenza. Ins Ausland zu gehen und dort berufliche und auch persönliche Erfahrungen machen – davon träumen viele junge Menschen. Der aus Hahnenklee stammende Leon Panterodt hat sich diesen Wunsch erfüllt und arbeitete für drei Wochen bei Ferrari in Vicenza.

Der Azubi der „Classic Manufactur Goslar“ bekam diese Chance dank eines Mobilitätsprojekts der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Es wird finanziell durch das Erasmus-Plus-Programm gefördert. Durch dieses Angebot der Europäischen Union, das die allgemeine und berufliche Bildung junger Menschen fördert, konnte der 20-Jährige mit elf weiteren Azubis so in den Norden Italiens reisen.

Arbeit an Rennwagen

Nach dem Ausfüllen einer Bewerbung, in die die Jugendlichen auch bestimmte Wünsche schreiben konnten, ging es für den jungen Menschen aus dem Harz nach Vicenza in den Norden Italiens. Der Jugendliche aus Hahnenklee bekam dort die Möglichkeit an exklusiven Fahrzeugen aus dem Hause Ferraris, darunter auch Rennwagen, den Service zu übernehmen. Weiterhin bekam er die Aufgabe, einen Renntruck auszubauen.

Ferrari gilt als der Stolz der italienischen Automobilkunst. Foto: Pixabay

Panterodt kam bei einer älteren Dame im Ort für den dreiwöchigen Aufenthalt unter. „Morgens gab es bei ihr immer Kaffee und ich habe mich mit ihr durch den Google-Übersetzer über ihre ehemaligen Gäste unterhalten“, sagt Leon.

Der Auszubildende ist über seinen Beruf hellauf begeistert. „Ich bin generell ein großer Fan von Autos und Motorrädern. Eigentlich von allem, was einen Motor hat.“ Dementsprechend war die Arbeit bei Ferrari, die Marke, die als Spitzenklasse in Italien gilt, etwas ganz Besonderes. „Die Probefahrten waren natürlich immer das Highlight am Tag, da die Fahrzeuge mit überragenden Fahreigenschaften glänzen“, erzählt Leon.

Neue Leute getroffen

Der 20-Jährige hat auch die Zeit außerhalb der Arbeit sehr genossen. „Ich bin viel in die Stadt gegangen, bin vielen Menschen begegnet, konnte mich mit meinem Englisch gut verständigen und so auch meine Kenntnisse in der Sprache verbessern.“ Er hat durch das Programm beispielsweise einen Studenten aus Argentinien kennengelernt. Abends trafen sich viele junge Leute immer in der Stadt. „Dort sind alle Nationalitäten aufeinandergetroffen“, sagt Leon.

Aufgrund seiner Erlebnisse hat er durch den Aufenthalt in Italien viel gelernt. „Für mich privat hat die Reise dorthin sehr viel gebracht“, resümiert er. Der junge Harzer kann sich jedenfalls vorstellen, nach seiner Ausbildung noch einmal ins Ausland zu gehen – dann aber für ein halbes Jahr. „Die Menschen und die Umgebung sind mir wichtiger als das Geld“, fügt Panterodt hinzu. Weitere Informationen zu den Austauschprojekten für Handwerkslinge sind online unter der Adresse www.hwk-bls.de/berufsbildungohnegrenzen zu finden.








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