Mittwoch, 12.12.2018

Eine zerquetschte Dose und leuchtende Kohle

Leserbrief

Goslar. Dass Wissenschaft nicht langweilig ist, sondern eine Menge Spaß macht, zeigt die Science-Show-Arbeitsgemeinschaft. Siebtklässler des Goslarer Christian-von-Dohm-Gymnasiums (CvD) arbeiten mit Viertklässlern der Jürgenohler Grundschule zusammen. Ihr Programm steht kurz vor der Fertigstellung, nach den Weihnachtsferien wird die Show in beiden Schulen aufgeführt. Gestern durfte die Junge Szene bei der Generalprobe dabei sein.

Schnell wird klar, dass es sich bei dem Programm um keinen Vortrag handelt, der nur runtergerattert wird. Die Schüler haben ihre eigene Nachrichtensendung „Tagesguck“ entwickelt. In kleinen Beiträgen vermitteln sie physikalische und chemische Zusammenhänge.

Ein Beispiel: Wie schafft man es am einfachsten, eine Getränkedose zu zerdrücken? Ein Schüler wird nach vorn gebeten, der sich daran versuchen soll. Viertklässler Imran Muric schafft es zwar, die Büchse zu zerquetschen, doch die Projektgruppe zeigt, dass es noch besser geht. Die Schüler füllen ein wenig Wasser in die Dose und erhitzen sie mit dem Bunsenbrenner. Anschließend legen sie die Büchse in eine mit Wasser gefüllte Schale. Schlagartig zieht sie sich wie durch Zauberhand zusammen. Nachdem die Schüler erklärt haben, dass durch den kondensierten Wasserdampf ein Unterdruck entsteht, wirkt es weniger magisch, aber immer noch spektakulär.

In weiteren Versuchen demonstrieren die Schüler eine Baby-Puder-Explosion und präsentieren effiziente Camping-Ausrüstung. Ein Experiment, das gut ankommt, sind kleine leuchtende Kohle-Kugeln, die wie Glühwürmchen aussehen. In diesem Versuch veranschaulichen die Jugendlichen eine Verbrennungsreaktion.

Bei einigen Experimenten geht auch eine Kleinigkeit schief. Aber Grundschullehrer Sebastian Skorzinski empfiehlt, dass die Schüler dabei nicht in Panik geraten, sondern das ganz gekonnt überspielen. Er leitet zusammen mit CvD-Lehrer Christoph Ehlers die Arbeitsgemeinschaft. Die beiden helfen den Schülern bei den wissenschaftlichen Erklärungen, legen aber viel wert darauf, dass die Jugendlichen ansonsten alles selbst erforschen. Voneinander lernen ist die Devise, die auch Siebtklässler Dilek Yavuzey und Nick Sprave schätzen. „Wir können uns gegenseitig etwas beibringen. Die Viertklässler lernen von uns und wir von ihnen“, sagt der 12-jährige Nick. cok







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