Montag, 17.09.2018

"Divinity: Original Sin 2" - Denken statt dreschen

Leserbrief

Viele Wege führen ans Ziel, lautet eine Binsenweisheit – und das inoffizielle Motto des Videospiels „Divinity: Original Sin 2“. Vor Kurzem erschien das Rollenspiel knapp ein Jahr nach der PC-Veröffentlichung auch für die Playstation 4 (PS4). 

Der erste Pluspunkt: Die Steuerung mit dem Controller ist nicht so frickelig wie mit der Computermaus. Im Mehrspieler-Modus bleibt das Game allerdings bei unserem Test auf der PS4 regelmäßig hängen.

„Divinity: Original Sin 2“ spielt ein Jahrtausend nach seinem Vorgänger „Divinity: Original Sin“. Der Göttliche ist tot. Auf einer Insel missbrauchen Handlanger des Bischofs Alexandar Quellenmagier für seine Zwecke. Mit bis zu vier Charakteren gilt es, die Machenschaften des Bischofs zu durchkreuzen und selbst eine Gottheit zu werden.

Aktueller Teil verlangt Geduld

Wie schon sein Vorgänger wurde „Divinity Original Sin 2“ nicht nur über ein Kickstarter-Crowdfunding finanziert, sondern knüpft ebenfalls an den ersten Titel der Reihe aus dem Jahr 2002 an, „Divine Divinity“. Auch der aktuellste Teil verlangt Zeit und Geduld, wird dabei aber nicht langweilig. In bester Oldschool-Manier ist das Spiel komplex. Es bietet wenig Hilfestellung, aber dafür viel Freiheit.

Zu Beginn flieht der Spieler aus einer Festung. Auf diesem Weg kann er alle Gegner meucheln, durch die Kanalisation fliehen oder als Dank den entscheidenden Tipp von einem Spielcharakter erhalten: Schon am Anfang sind die Lösungsmöglichkeiten vielfältig. Kenner der Reihe haben nichts anderes erwartet.

In der offenen Spielwelt entscheiden Spieler selbst, wohin sie als Nächstes laufen, statt Aufgaben in einer vorgegebenen Reihenfolge abzuarbeiten. Häufig handeln sie ganz heldenhaft davon, jemanden zu retten. Viel Zeit geht für das Hin- und Herlaufen drauf. Die Gespräche mit Spielcharakteren sind oft langwierig, aber pointiert. Das Spiel ist bis ins kleinste Detail durchdacht und angenehm unübersichtlich.

Zauber und Waffen gut kombinieren

In den rundenbasierten und anspruchsvollen Kämpfen gilt es, Zauber und Waffen klug zu kombinieren. Gift und Feuer ergeben beispielsweise eine explosive Mischung. Wer lieber schlichtweg Rivalen umhaut, wird an „Divinity Original Sin 2“ keine Freude haben. Hier zählt denken statt dreschen.

„Divinity Original Sin 2“ hat das belgische Studio Larian entwickelt. Es ist für PC, Playstation4 und Xbox One erschienen. Das Spiel kostet für die Konsolen59,99 Euro. Für den PC ist es bei Steam ab 44,99 Euro zu haben.








Weitere Topthemen aus der Region:
  • Goslar
    Fackelwandern und Geschichten
    Mehr
  • Oberharz
    „Guck doch mal, ob da noch jemand wartet“
    Mehr
  • Braunlage
    Rettungswagen braucht eine neue Behausung
    Mehr
  • Lokal-Sport
    Nordharzer Duo bleibt auf Verfolgerposition
    Mehr
  • Bad Harzburg
    Sternsinger üben für den Einsatz
    Mehr