Freitag, 08.05.2020

Die etwas andere Gartensaison

Wie viele der Gartenglück-Leserinnen und -Leser wissen dürften, baue ich seit Jahren Gemüse auf einem Hochbeet und Tomaten in Kübeln und Kästen an. Damit habe ich bisher gute Erfahrungen gemacht. Aber wie man so schön sagt: Besser machen kann man es immer.

Also habe ich dieses Jahr zwei Dinge verändert: Den Tomaten (auch die, die ich an meine treuen Leserinnen und Leser verlose, siehe Artikel unten) habe ich diesmal nicht nur einmaliges Umsetzen vom Saatkasten in einzelne, kleine Töpfchen gegönnt, sondern sie mehrfach in immer größere Gefäße gesetzt. Abgeschaut habe ich mir das bei einer Expertin, die für die Zeitschrift „Kraut & Rüben“ gezeigt hat, wie sie mit ihren Tomatenpflanzen umgeht. Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. So kräftige Pflanzen hatte ich nie.

Sonst haben höchstens 50 Pflanzen bis nach den Eisheiligen überlebt, von denen ich 20 verschenkt und die 30 Kräftigsten in ihr endgültiges „Sommerhotel“ gepflanzt habe, um sie selbst zu beernten. Auch dieses Jahr habe ich jeden Keimling gehütet (ich kann einfach keine Pflanze wegwerfen, an der noch wenigstens ein bisschen Grün ist), und nun habe ich ein Problem. 99der gezogenen Nachtschattengewächse brauche ich nicht für mich. (Daher sollten Sie jetzt ganz schnell den unten stehenden Artikel lesen.)

Auch am Hochbeet läuft es dieses Jahr etwas anders. Sonst habe ich das ganze Beet im Mai mit Gemüsesaaten belegt. Diesmal gehe ich abschnitts- und wochenweise vor. Zuerst habe ich bereits Mitte April Radieschen, Mangold, Zuckererbsen, Salate, Möhren und Pastinaken gesät. Erst vor einigen Tagen folgte die Aussaat von Rote Bete. In den nächsten Tagen lege ich Kartoffeln, und nach den Eisheiligen werde ich die Buschbohnen ausbringen. Im Gewächshaus wachsen bereits jetzt in kleinen Saattöpfen die Wintergemüse. Damit habe in den vergangenen Jahren immer so lange gewartet, bis auf dem Hochbeet die ersten Reihen wieder frei waren. Jetzt bin ich gespannt, wie sich die Pflanzen in diesem Sommer entwickeln werden und vor allem bin ich voller Erwartung, was die Ernte betrifft. Dieses planvolle Vorgehen, bei dem die Vorkultur der Pflanzen auf der Fensterbank nicht im Mai aufhört, sondern den ganzen Sommer weitergeht, probiere ich anhand eines Buches aus, dass ich gelesen und im April hier auch vorgestellt habe: „Hochbeet“ von Huw Richards, erschienen bei Dorling Kindersley.

Anders als sonst wird dieses Jahr auch für Fans des Tages der offenen Gartenpforte, der vielerorts ausfällt oder in den Herbst verschoben wurde. Auch die GZ hat sich entschieden, die Sicherheit von Gastgebern und Gästen an erste Stelle zu setzen und in diesem Sommer deshalb auf die Veranstaltung zu verzichten. Als Ersatz wollen wir unsere Leserinnen und Leser dazu anregen, uns Fotos und Videos von ihren Gärten zuzusenden. Dabei können Sie etwas erzählen über Ihren Garten, und vielleicht mögen Sie Ihren besten Gartentipp mit anderen teilen.

Wer mitmachen möchte, schicke uns seinen Beitrag als Video im Querformat zu, ob vom Smartphone oder mit einer Kamera gedreht. Die Beiträge sollen auf unserer GZ-Homepage, bei Facebook, Insta-gram und YouTube veröffentlicht werden. Wichtig: Videobeiträge bitte nicht als Mail-Anhang, sondern zum Download etwa per „We Transfer“ (kostenlos) übertragen an nordharz(at)goslarsche-zeitung.de. Gleiches gilt für Fotos (bitte nicht komprimieren!) Stichwort: Mein Garten. Oder auf einem Datenträger zur Geschäftsstelle der GZ in Goslar, Bäckerstraße 31-35, bringen und in den Briefkasten werfen. Bitte stets auch Adresse und Telefonnummer für mögliche Rückfragen angeben. Kontakt: nordharz(at)goslarsche-zeitung.de oder telefonisch unter (05321) 333-212.

Ein kostenfreies Video vom Garten der Autorin gibt es auf der GZ-Homepage. Der QR-Code führt dorthin.