Montag, 19.11.2018

Der Satz des Pythagoras ist nicht unwichtig

Leserbrief

Goslar. Es gibt immer wieder Ausbildungsberufe, von denen man sich vielleicht gewünscht hätte, früher zu erfahren. Ein solch unbekannter Job ist der des Vermessungstechnikers. Das Goslarer Katasteramt bietet eine Ausbildung hierzu an. Kristin Dörries, die sich gerade im ersten Lehrjahr befindet, und Thomas Heinemann, Azubi im zweiten Lehrjahr, erzählen über ihre Arbeit in der Behörde.

Die Wege der beiden könnten verschiedener nicht sein. Die 18-jährige Kristin hat erst in diesem Sommer ihr Abitur absolviert, Thomas ist hingegen schon 20 Jahre älter, hat ein abgeschlossenes Studium in Forstwissenschaften hinter sich und dort auch praktische Erfahrungen gesammelt. Doch das Richtige war es für ihn nicht, weswegen er sich beruflich noch einmal umorientieren wollte.

Kristin ist in einer Azubi-Zeitung auf den Beruf der Vermessungstechnikerin gestoßen. „In der Schule mochte ich Fächer wie Mathe oder Geografie. Handwerklich war ich schon immer geschickt“, sagt die Kreienserin. Ausbildungsleiter Bernd Westermeyer stimmt zu, dass Mathe ein wichtiger Bestandteil ist. „Wer nicht gut darin ist, tut sich mit der Ausbildung keinen Gefallen. Es ist keine hohe Mathematik nötig, aber Grundlagen sollten da sein“, erklärt er. „Da sieht man, dass der Satz des Pythagoras nicht unwichtig ist“, fügt Alexandra Szalaga hinzu, die sich im Katasteramt um Pressearbeit kümmert.

Kristin sagt, dass sie auch gern präzise arbeitet. Das sei nach dem Ausbildungsleiter auch ein Muss. „Wir müssen uns ständig selbst kontrollieren. Wenn wir uns bei einem Grundstück um einen Meter vermessen, würde das dem Besitzer sicher nicht gefallen“, erklärt Westermeyer.

Kristin mag an ihrem Job, dass ihr Tagesablauf so vielfältig ist. Zurzeit ist sie in der Kundenberatung eingesetzt. Die 18-Jährige mag aber auch den Außendienst und die Arbeit mit den Computern.

Neben der Ausbildung zum Vermessungstechniker bietet das Katasteramt zudem eine Lehre zum Geomatiker oder Fachinformatiker an. Ein duales Studium ist auch möglich. Weitere Informationen findet ihr unter www.lgln.niedersachsen.de unter dem Menüpunkt „Ausbildung und Karriere“. cok







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