Freitag, 06.12.2019

Der Garten als Deko-Lieferant

Viel braucht man nicht,um die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren: Ein Gang in den Garten, gegebenenfalls ein Waldspaziergang und ein Blickin den Küchenschrank und die Weihnachtskiste genügen, undman hat alle Zutaten zusammen. Für alle, die immer unter Zeitdruck stehen und sich noch nicht umdie Adventsdekoration im Haus oder in der Wohnung kümmern konnten, folgen drei Dekorationsvorschläge, die an einem Nachmittag fertig werden.

Aus dem Garten habe ich für den Stern, der in dem kleinen Foto oben links zu sehen ist, einige lange, gerade gewachsene Haselnusszweige geschnitten. Diesehabe ich in gleich lange Stücke zerteilt. Die Zahl der Stücke muss sich durch fünf teilen lassen.

Im nächsten Schritt habe ich mit nur fünf Stücken den Stern gelegt: Zwei Zweigstücke ergeben ein spitzes Dach, darauf wird der dritte Zweig im oberen Drittel der Spitze platziert. Die restlichen beiden Zweige werden so gelegt, dass der Stern vollständig wird. Dann habe ich die restlichen Stücke gleichmäßig verteilt, so dass jede Zacke gleichmäßig viele Zweigstücke enthält. Nun müssen die Stücke an den Sternspitzen so zusammengefügt werden, dass der Stern stabil ist. Dazu werden die Zweige quasi miteinander verwebt. Wenn dabei der Stern etwas schief wird, macht das nichts, das kann man am Ende wieder zurechtschieben.

Für das Gesteck in der Urne braucht man nur einige Zweigevon Nadelgehölzen, in diesem Fall sind es welche von Tanne und Eibe, einige kahle Äste von Laubbäumen (am schönsten sind welche, die mit Flechten und Moosen bewachsen sind und vielleicht ohnehin im Wald auf der Erde liegen), Zweige von wildem Liguster mit schwarzen Beeren, ein bis zwei Zweige, an denen noch gelbes oder rotes Laub sitzt, ein Büschel von verblühtem Wasserdost oder anderen Wildpflanzen und aus der Weihnachtskiste zuhause einige Zapfen, Äpfel, Kugeln oder Ähnliches.Der Kranz, der auf der Urneliegt und das Gesteck in Position hält, besteht in meinem Fall aus Hopfenranken. Den Kranz hatteich schon im Oktober selber gewunden. Solche Kränze gibt es aber auch zu kaufen. Sie sind meist aus Weide.

Für das Gesteck auf dem großen Foto habe ich zuerst einen weißen Blumenübertopf mit Steckmoos befüllt. In der Mitte habe ich die Christbaumspitze (auf einem kleinen Stock) positioniert. Drum herum gesteckt wurden dann kurze, Beeren tragende Efeuzweige, einige Stücke von Ranken des Wilden Weines, drei Zapfen und ein Zierapfel. Ein rotes, breites Band mit goldenen Rändern, das zudem auf Draht gezogen ist, wird dann locker zwischen Topfrad und Gesteck gelegt. Das überstehende Ende des Bandes wird zu einer Schleife gefaltet und mit Stecknadeln im Steckmoos befestigt.