Mittwoch, 19.12.2018

Den Sportunterricht nach Österreich verlegen

Leserbrief

Goslar/Claustahl-Zellerfeld. Leah Haller stand noch nie zuvor auf Skiern. Ihr Klassenkamerad Maximilian Dietrich ist hingegen schon ein alter Hase, was die Erfahrung mit der Wintersportart betrifft. Die Goslarer Dreizehntklässler sind zurzeit mit etwa 90 anderen Schülern in den Alpen unterwegs, genauer in Neukirchen am Großvenediger. Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Goslarer berufsbildenden Schulen (BBS) und dem Robert-Koch-Gymnasium in Clausthal-Zellerfeld.

Die Jugendlichen sind mit ihren Lehrern aber nicht (nur) zum Vergnügen da: Sie absolvieren in Österreich den skipraktischen Teil ihres Sportkurses „Ski alpin“, der für das Abitur mitzählt. Trotzdem kommt der Spaß auch nicht zu kurz, wie Leah und Maximilian versichern.

„Das Wetter ist schön, Sonnenschein ohne Ende, blauer Himmel“, fasst es der 18-jährige Maximilian zusammen. Die Pisten seien auch für Anfänger kein Problem, berichtet die ebenfalls 18-jährige Leah erleichtert. „Es war für mich kein Problem, das Skifahren schnell zu erlernen. Jetzt kann ich es“, sagt sie stolz. Aber auch Maximilian, der schon öfter an der Skifahrt teilgenommen hat, kommt in den Alpen wieder auf seine Kosten.

Unterricht und Freizeit

Die beiden erzählen, wie ihr Tagesablauf aussieht: „Nach dem Frühstück haben wir bei unseren Lehrern etwa drei Stunden Unterricht. Nach dem Mittagessen lernen wir auch noch etwas weiter. Am Nachmittag dürfen wir uns in Gruppen im Gebiet frei bewegen, bis um 16 Uhr die Lifte schließen. Wer dann nicht oben ist, muss laufen.“ Maximilian erzählt schmunzelnd, dass dies einigen Schülern im vergangenen Jahr passiert sei.

Abends haben die Schüler Freizeit, die sie vor allem dazu nutzen, sich untereinander kennenzulernen. „Wir sind ja von drei Schulen hier. Aber auch einige Jugendliche von unserer BBS kenne ich sonst nur vom Sehen auf dem Flur. Der Skikurs ist eine gute Möglichkeit, sich anzufreunden“, sagt Leah von den berufsbildenden Schulen Baßgeige.

Noch bis Freitag sind die etwa 90 Schüler mit ihren Lehrern auf den österreichischen Ski-Pisten unterwegs. Dann geht es wieder „zurück in den schönen Harz“, wie es Maximilian zusammenfasst. Und sie können ausgepowert in die Weihnachtsferien starten. cok







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