Freitag, 05.07.2019

Dem Leben nach dem Tod auf der Spur

Leserbrief

„Ich wurde ermordet. Aber das war nur der Anfang“ – Nach einer eigentlich ganz normalen Party-Nacht wacht Nikka (16) im Krankenhaus auf. Eine Überdosis K.O.-Tropfen ist der Grund. Dass sie überhaupt noch lebt, grenzt an ein Wunder. Ihr Herz stand unfassbare 21 Minuten lang still.

Trotzdem hat Nikka in dieser Zeit etwas erlebt, das sie selbst nicht glauben will. Einen dunklen Tunnel, Licht, Angst, Verzweiflung. Einen Mann, der sie mit aller Kraft davon abhielt, auf das Licht zuzugehen. Und Zoe. Ihre beste Freundin Zoe, die seit der Party-Nacht als vermisst gilt. Ist Zoe tot? Oder versucht sie, ihr etwas zu sagen? Mithilfe von Sascha, dem jungen Mann der ihr im Club das Leben rettete, macht sich Nikka auf die Suche. Die beiden graben tief in Zoes Vergangenheit und entdecken Schreckliches...

Was erwartet uns nach dem Tod? Dieser spannenden Frage geht der deutsche Autor Wulf Dorn, der 20 Jahre in einer Psychiatrie arbeitete, in diesem Buch nach. Anlass dafür, sich mit etwas auseinanderzusetzen, dass viele lieber verdrängen: Nach einer Routine-OP entging er selbst nur knapp dem Sensenmann. Für seine Geschichte sprach er mit Menschen, die echte Nahtod-Erfahrungen gemacht haben. Ihre erstaunlichen Übereinstimmungen (obwohl sich die Leute untereinander nicht kennen) nahm Dorn in seine Erzählung um Nikka auf. Herausgekommen ist ein hochspannendes, emotional geladenes, fesselndes Buch mit vielen unerwarteten Wendungen, das den Leser nachdenklich zurücklässt. Aber egal welcher Kultur oder Religion wir angehören, was „danach“ kommt weiß niemand. Deswegen lautet seine Botschaft: Machen wir das Beste aus dem Jetzt. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

„21 - Dunkle Begleiter“ von Wulf Dorn, 480 Seiten, ab 14 Jahre, cbj Verlag, 15 Euro (TB).









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