Dienstag, 04.02.2020

Das Computerspiel Sims wird 20 Jahre alt

Leserbrief

Das höchste Ziel im Leben ist, glücklich zu sein. Und um glücklich zu sein, muss man alle Bedürfnisse seiner Sims befriedigen: Das ist die Idee des beliebten Computerspiels Sims. Das Game feiert heute seinen 20. Geburtstag. Am 4. Februar 2000 hat Electronic Arts das erste Sims-Spiel auf den Markt gebracht. So wie viele Fans damit erwachsen geworden sind, hat sich über die Jahre auch bei dem Spiel einiges verändert. Auf der Jungen Szene erinnern wir uns an einige Highlights.

A wie Add-Ons: Für Fans sind Erweiterungspacks Fluch und Segen zugleich. Zwar bringen sie neue Inhalte, dafür müssen die Spieler allerdings auch einiges an Geld blechen. Ein Schelm, wer vermutet, dass die Entwickler den Content absichtlich möglichst kleinteilig verteilen.

B wie Beziehungen: Du möchtest Freundschaften schließen? Einen Feind in Rage bringen? Ein Herzblatt finden, heiraten und eine Familie gründen? Genau wie im wahren Leben können im Spiel auf die vielfältigsten Weisen Beziehungen zu anderen Sims geführt werden.

C wie Cheats: Wenn es im wahren Leben doch auch so einfach wäre. Kein Geld mehr? Das Wörtchen „motherlode“ sorgt für ein prall gefülltes Konto. Durch bestimmte Codewörter schaffen Sims es auch, dass sich Wildfremde urplötzlich in sie verlieben.

D wie Downtown: Hier geht die Party ab. Coole Clubs reihen sich an Szene-Restaurants und Urige Kneipen. Doch nicht nur menschliche Sims suchen den Rausch der Nacht – auch Vampire legen sich hier nur zu gerne auf die Lauer.

E wie Erwachsen werden: Von der Wiege bis zur Bahre: Wer will, kann seine Sims von Geburt bis zum Tod im hohen Alter begleiten.

F wie Fähigkeiten: Sims verschlingen über viele Stunden hinweg Bücher und machen daraufhin schon mal einem Sternekoch Konkurrenz, obwohl sie vorher noch nie einen Pfannenwender in der Hand hatten – das können nur Sims.

G wie Grusel: Diese Familie, im Englischen „Goth“, gehört zur Originalbesetzung der Sims-Reihe, denn sie spielte schon in Teil eins eine Rolle – auch wenn sie in der deutschen Version da noch „von Spinnweb“ hieß.

H wie Haustiere: Mit dem Hund durch den Park spazieren oder die Katze auf dem Sofa knuddeln, auch Sims lieben ihre tierischen Mitbewohner. Pferdemädels kommen ebenso auf ihre Kosten, wie auch diejenigen, die sich lieber nur an Goldfische rantrauen.

I wie Inselleben: Endlich raus aus dem Alltag und ab auf eine tropische Insel. Wer hat nicht Lust, sich in die Wellen zu stürzen, in tiefsten Tiefen zu tauchen und mit einem Jetski umherzudüsen? Mit einer Erweiterung geht das.

J wie Jahreszeiten: „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien ...“ – Wie viel Wahrheit in dieser Textzeile steckt, merken Spieler, sobald sie das Wetter kontrollieren. Und für die Sims heißen Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Regenschirm aufspannen, Sonnencreme auftragen, Laub harken, Schneemannbauen.

K wie Kristall: Als Markenzeichen der Spielereihe schwebt er über dem Kopf der Sims. Ist der Kristall grün? Alles in Ordnung. Je mehr er sich rot verfärbt, desto schlechter geht es der Spielfigur.

L wie Lebensende: Der Tod tritt am Ende sehr plastisch in das Leben der Sims. Doch von der schwarzen, zerfetzten Kutte lassen sich einige nicht abschrecken: Hinterbliebene können sich mit ihm anfreunden, wenn sie sein gruseliges Lachen nicht stört. Die Digitalisierung ist übrigens auch beim Tod angekommen: Sterbedaten erfasst er mit dem Tablet.

M wie Marsmenschen: Ufos voraus! Seit „Sims 2“ gibt es Wesen aus fernen Galaxien, die Sims besuchen und auch schon mal welche als Versuchskaninchen entführen. Zum Glück schaden die Experimente nicht – wenn bei Männern nur nicht diese unerklärliche Gewichtszunahme wäre.

N wie Nachbarn: Kaum haben Sims ihr neues Haus bezogen, klingeln die Nachbarn. Sie haben Kuchen dabei und fühlen sich gleich heimisch. Wie nett von ihnen. Oder nervig.

O wie Outfits: ausgefallene Abendkleider, kitschige Kostüme, süße Schlafanzüge: Die Outfits der Sims sind so vielseitig wie ihre Charaktere.

P wie Pool: Unter Sims-Spielern ist er auch als Massengrab bekannt. In den neueren Versionen reicht es nicht mehr, die Leiter zu entfernen, damit schwimmende Sims ertrinken, denn die Entwickler haben aus dem makaberen Verhalten der Spieler gelernt.

Q wie Quengelei: Hunger! Harndrang! Hässliche Bude! Wie echte Menschen haben Sims Bedürfnisse, die der Spieler besser erfüllen sollte, damit es ihnen gut geht. Läuft mal nicht alles glatt, geht die große Quengelei los.

R wie Rechnungen: Alle paar Tage bringt der Briefträger die ungeliebte Post vorbei. Wer vergisst, zu bezahlen, kriegt Besuch vom Gerichtsvollzieher. Mit einem spacigen Strahlengerät saugt er als Schuldenausgleich zum Beispiel das Sofa ein.

S wie Simlish: Sul sul! So begrüßen sich die Figuren untereinander. Simlish besteht aus Kauderwelsch, das nicht übersetzt werden kann, sodass die Bedeutung des Dialogs der Vorstellungskraft des Spielers überlassen bleibt.

T wie Techtelmechtel: Wer das Spaß-Bedürfnis fix in den grünen Bereich schnellen lassen will, verzieht sich mit einem anderen Sim am besten ins Bett. Oder in die Dusche. Oder in einen Busch im Park. Oder in eine Rakete.

U wie Universität: Ein bisschen höhere Bildung gefällig? Mit den entsprechenden Erweiterungspacks ist es möglich, dass die Sims eine Uni besuchen. Der Spaß liegt dort natürlich abseits der Vorlesungen – vorsicht also, dass sich der faule Student nicht in den Campusaktivitäten verliert.

V wie Vielfalt: Dicke, dünne, große, kleine Sims, welche mit dunkler Hautfarbe, vielen Tätowierungen, Glatze und Männer im Kleid gehören zum Stadtbild mit dazu. Das Spiel ist auch für alle sexuelle Orientierungen offen: So können auch homosexuelle Pärchen Kinder adoptieren. Vielfalt wird bei den Sims großgeschrieben.

W wie Will Wright: Wer hat’s erfunden? Na der William Ralph Wright aus Atlanta, Georgia. Während seiner Zeit bei der Firma Maxis war er für die Entwicklung mehrerer populärer Spiele aus der Sim-Reihe verantwortlich.

X wie Xylofon: Klingt wie ein Lückenfüller, hat aber in der Welt der Sims tatsächlich einen Sinn. Denn Kleinkinder, die früh Xylofon spielen, schulen schon vor der Schulzeit ihre Kreativität.

Y wie Yeti: Im zweiten Teil haben die Sims das Glück, im Urlaub einen Yeti, oder besser gesagt seine amerikanische Variante Bigfoot, zu finden. Der flauschige Kumpel kann sogar in die Familie aufgenommen werden – eine wertvolle Ergänzung, denn er ist ein wahres Multitalent.

Z wie Zuhause: Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, als Architekt die außergewöhnlichsten Häuser zu entwerfen und besonders geschmackvoll einzurichten? Damit es für die Sims zu Hause am schönsten ist, sind kreativen Köpfen im Baumodus keine Grenzen gesetzt.









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