Dienstag, 12.06.2018

Das Bild beschreibt die Misere besser als Worte

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Dr. Albrecht v. Kortzfleisch, Goslar, zum Bericht „Nationalpark gibt undankbare Aufgabe ab “ (GZ vom 8. Juni 2018)

Das Archivbild in dem Beitrag beschreibt die ganze Misere besser als tausend Worte. Die Neuregelung der Borkenkäferbekämpfung in der 500-Meter-Randzone ist gut und schön, an dem Hauptproblem in der Kernzone ändert es leider überhaupt nichts. 5000 Hektar tote Fichtenwälder bestimmen das Bild in der Naturdynamikzone. Es wird sich noch weiter ausbreiten, denn wir haben zur Zeit ideales „Borkenkäferwetter“ (auch Waldbrandwetter). Das hat weder mit „Naturschutz“ noch mit der viel gerühmten „Bewahrung der Schöpfung“ etwas zu tun. Der Grundsatz „Natur Natur sein lassen“ hat sich längst zu einem pseudoreligiösen Dogma entwickelt. Dient das Ganze nur noch der Erbauung einer kleinen elitären Gemeinde der ökologisch Gebildeten? Die ökologische Wissenschaft bedeutet im Kerngebiet des Nationalparks „die Ermordung der schönsten Theorien durch hässliche Tatsachen“ (zitiert nach Albert Einstein). Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung und der Harzbesucher finden den Anblick der toten Fichtenwälder einfach abstoßend. Dafür gibt es inzwischen handfeste Beweise. Der Harzbesucher versteht einfach nicht das sture Festhalten an dem Prinzip des Nichtstuns in der Naturdynamikzone. Dabei gäbe es durchaus Möglichkeiten für optische Korrekturen. Man müsste nur den Mut haben, die vorgegebenen Richtlinien ein wenig abzuändern. Auch dafür gibt es Vorschläge.








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