Mittwoch, 10.01.2018

Brunnenbau zeugt von wenig Fantasie

Leserbrief
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Dr. Günter Gottschlich, Tübingen, zum Artikel „Neuer Brunnen sorgt für Diskussionen“ (GZ vom 29. Dezember 2017/Eingang: 5. Januar 2018)

Wie andere auch bin ich entsetzt über die Einfaltslosigkeit, mit der hier viel Geld für ein ästhetisch nichtssagendes Stück Stadtmöbel verbraten wurde. Schon allein die Tatsache, dass es ein Brunnen sein musste, zeugt von wenig Fantasie, steht doch nicht weit entfernt davon ein weiterer.

Form und Farbe geben absolut nichts her, und es wundert doch sehr, dass im Vorfeld niemand aus dem Rat Einspruch erhoben hat.

Aber letztlich ist an dieser Stelle auch architektonisch nichts auszurichten. Der große Fehler war, dass man zugelassen hat, dass der Braune Hirsch, der wirklich die Mitte Braunlages darstellte, abgerissen wurde. Die Fläche wird, ob mit Fahnenstangen, Brunnen oder Bänken notdürftig staffiert, immer eine Wunde bleiben.

In Berlin hat man das erkannt und baut das Schloss wieder auf! Braunlage hat nun einen Platz, der den Ort gesichtslos macht, aber vielleicht gut zu der Disney-Verkleidung des gegenüber liegenden ehemaligen Hotels „Bock“ passt. Aber das Publikum, das man mit Nacktrodeln und ähnlichen Veranstaltungen anzuziehen versucht, wird es ja vielleicht nicht stören.

Es tut wirklich weh, diesen Niedergang eines Ortes, der vor 100 Jahren für Berlin mal das war, was St. Moritz in der Schweiz darstellt, mit ansehen zu müssen.







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