Freitag, 07.02.2020

Bingo-Umweltstiftung fördert CvD-Projekt mit 1500 Euro

Leserbrief

Goslar. Dröhnend bohrt der Bohrer ein Loch in das Stück Holz. Dominik, Nick und Mick schauen zu, wie Vivien Romainschick die Maschine bedient. Das Holzbrett ist Teil einer Eichhörnchen-Futterstation. Mit Jugendlichen wie der 16-Jährigen bauen Viertklässler der Grundschule Jürgenohl die Häuschen. Die Bingo-Umweltstiftung fördert das Projekt mit 1500 Euro.

„Das ist eine schöne Abwechslung zum Unterricht“, sagt Vivien. Sie und andere Jugendliche aus ganz verschiedenen Klassenstufen würden jetzt eigentlich in den Klassenräumen des Christian-von-Dohm-Gymnasiums (CvD) sitzen und büffeln. Nun arbeiten sie mit Säge und Bohrer – und passen zusammen mit den Lehrern auf, dass sich die Grundschüler nicht verletzen.

Fragt man ihn nach dem pädagogischen Nutzen des Projekts, antwortet Lehrer Norbert Rinke: „Die Großen leiten die Kleinen an.“ Dieser altersübergreifende Austausch von Wissen sei toll.

Bausätze hergestellt

Nach wenigen Stunden sind die Futterstationen schon fertig. Foto: Privat
Der Bio- und Chemielehrer hat mit Schülern und Schülerinnen in der Vergangenheit schon Insektenhotels und Fledermauskästen gebaut. Die Idee zu den Eichhörnchen-Futterstationen ist gemeinsam mit seinem Lehrerkollegen Holger Ritzke entstanden. Im Keller der Schule haben die beiden Bausätze mit der Kreissäge hergestellt. Das Zusammenbauen übernehmen die Kinder und Jugendlichen. Tatsächlich sei der Nutzen für die Schüler und Schülerinnen höher als für die Eichhörnchen. „Ökologisch gesehen ist das Projekt nicht so wichtig. Die Eichhörnchen finden auch so genug Futter im Winter“, erklärt Rinke. Mit einer Futterstation bauen sich die Kinder aber einen Ort, an dem sie die Wildtiere in Ruhe beobachten können – nachhaltige Umweltbildung inklusive also.

Die gibt es am CvD sowieso schon. Die Schule ist nicht nur im bundesweiten Excellence-Netzwerk MINT-EC Mitglied, das das naturwissenschaftliche Interesse fördern soll. Rinke bietet auch eine Umwelt-AG an, die Vivien besucht. „Mir gefällt, dass wir dort viel praktisch machen“, sagt die 16-Jährige, während sie mit Mick, Dominik und Nick Löcher ins Holz bohrt. Dominik ist begeistert: „Ich bin ein Freund der Umwelt und mag Tiere.“ Mick und Nick stimmen ihm zu.

Die Futterstationen hängen die Jungs und die anderen Kinder zu Hause im Garten auf. „Oder wie ich auf den Balkon, einen Garten haben wir nicht“, sagt Dominik. So oder so: Die Eichhörnchen freuen sich sicherlich über ein paar Extra-Nüsse.









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