Mittwoch, 10.01.2018

Betrügerische Absicht durch Tests erschweren

Leserbrief
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Werner Breyer, Goslar-Wiedelah, zu den Artikeln „Jung, allein, betreuungsbedürftig“ und „Fall Kandel –Gutachten zum Alter geplant“ (GZ vom 30. Dezember 2017 und 4. Januar 2018/Eingang: 8. Januar 2018)

Die GZ berichtete ausführlich über minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, nannte aber keine Kosten. Diese betragen bei einer Heimunterbringung, dem Regelfall, pro Person gut 5000 Euro im Monat. Ein Hartz IV-Empfänger erhält 416 Euro im Monat zuzüglich angemessener Unterkunfts- und Heizkosten.

Welche Leistungen Flüchtlinge erhalten und welches Strafmaß ihnen droht, hängt von ihrem Alter ab. Gibt ein – regelmäßig männlicher – Flüchtling ein Alter an, das eine Altersgrenze unterschreitet, ohne dies zu belegen, könnte dem eine betrügerische Absicht zugrunde liegen. Unterstrichen wird dies dadurch, dass neben Ausweisen Handys zu Hause vergessen oder unterwegs verloren wurden. Auch falsche Angaben zur Nationalität belegten kriminelle Energie. Zudem verwandelten medizinische Alterstests im Strafverfahren Jugendliche in Erwachsene. Diese Alterstests können ein Mindestalter nachweisen, das der Flüchtling nicht unter-, sondern nur überschreiten kann: Zumindest den betrügerischen Zugriff sollte der Staat durch medizinische Alterstests erschweren.




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