Freitag, 08.02.2019

Berufsschüler planen 16. Goslarer Filmtage

Leserbrief

Goslar. Die Filmtage in der Kaiserstadt stehen an: „Das ist mehr, als nur ins Kino zu gehen und Popcorn zu essen. Es soll vielmehr eine Verbindung zwischen Kino und Schule hergestellt werden“, erklärt die zwölfte Klasse der Berufsbildenden Schulen (BBS) Baßgeige.

21 Jugendliche aus der Fachoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik (FOS18/2) planen gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Heero Doose-Grünefeld, der Stadtjugendpflege und dem Theater die 16. Goslarer Filmtage. Diese werden vom 11. bis zum 16. März veranstaltet.

Viel Organisation

Im Gespräch mit den Schülern wird schnell deutlich, dass dafür viel Organisation nötig ist. Deswegen haben sie bereits Ende des vergangenen Schuljahres damit begonnen. „Zuerst einmal musste ein Motto gefunden werden“, erklärt Joshua Friederichs von der Goslarer Stadtjugendpflege. Die Schüler entschieden sich für „20y4 Zukunft sehen“, in Anlehnung an George Orwells Zukunftsroman „1984“. Das Unendlichkeitszeichen bedeutet, dass das Thema „unendlich streckbar“ sei, erklärt der 21-jährige Anil Djojan.

Darum decke die Filmauswahl der Schüler eine große Bandbreite ab, in denen die Zukunft entweder positiv oder negativ dargestellt wird. „Auf den ersten Blick ist manchmal gar nicht ersichtlich, warum wir einen bestimmten Film ausgesucht haben und was er mit dem Motto zu tun hat“, sagt der 21-jährige Leander Meyer. Deswegen sei die Nachbereitung einiger Filme auch so wichtig.

Vor- und Nachbereitung

Lisa-Sophie Heide erzählt anhand des Films „Love Simon“, den sie auch für die Projektwoche ausgewählt haben, wie sie vorgehen. Zur Vorbereitung hätten die Schüler in ihrer Gruppe sowohl das Buch gelesen als auch den Film gesehen. „Dann haben wir überlegt, wie wir den Schülern das Thema Homosexualität näher bringen, denn es gibt heutzutage noch Leute, die das nicht normal finden“, sagt die18-Jährige.

Zudem hätten sie unter anderem Kontakt zu Experten von „Pro Familia“ aufgenommen, die von dem Thema „noch mehr Ahnung haben“. Zu einigen Filmen laden sie außerdem Gäste wie die Drehbuchautoren ein. Die Nachbereitung der Film erfolge beispielsweise durch eine Podiumsdiskussion, Musik oder einen Meinungsaustausch, wie die Schüler erklären.

Die Bandbreite der Filmauswahl spiegelt sich außerdem im Alter des Publikums wider. Der Eröffnungsfilm „Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums“ ist zum ersten Mal ein Film, der sich speziell an Kinder richtet. Lehrer Doose-Grünefeld erklärt, dass sich die Schüler in ihrem Sozialpädagogik-Unterricht mit der Frage auseinandersetzen, wie Kinder Filme wahrnehmen. Ein Ziel der Filmtage ist es laut der Verantwortlichen auch, sie und Jugendliche pädagogisch an das Medium Film heranzuführen. Deswegen hätten die Schüler den Anspruch, „Qualitätskino“ zu schaffen.

Lehrer können ihre Klassen unter www.filmtage.goslar.de für die Goslarer Filmtage anmelden und den Unterricht ins Kino verlagern. Der Eintritt kostet pro Schüler3,50 Euro. Auf der Internetseite und auf dem Instagram-Account filmtage_goslar gibt es weitere Informationen.







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