Montag, 11.03.2019

Auftakt der Goslarer Filmtage: Viele Fragen an den Drehbuchautor

Leserbrief

Goslar. Etwa 3000 Schülerinnen und Schüler aus der Region verlagern in dieser Woche den Unterricht ins Kino: Gestern war die Auftaktveranstaltung der 16. Goslarer Filmtage. Die zwölfte Klasse der Berufsbildenden Schulen (BBS) Baßgeige aus der Fachoberschule Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik (FOS18/2) plante seit mehr als einem halben Jahr mit ihrem Klassenlehrer Heero Doose-Grünefeld, der Stadtjugendpflege und dem Theater die Filmtage.

Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „20y4 Zukunft sehen“, in Anlehnung an George Orwells Zukunftsroman „1984“. Das Unendlichkeitszeichen soll die unendliche Vielfalt an Interpretationsmöglichkeiten für die Zukunft symbolisieren, erklären die Jugendlichen. Bei den Goslarer Filmtagen geht es aber nicht nur darum, die Werke einfach so im Kino zu zeigen. Sie werden von den Schülern vor- und nachbereitet.

Kapitel aus dem Buch

Der Eröffnungsfilm am Montag war „Matti und Sami und die drei größten Fehler des Universums“. In diesem Jahr war das Besondere, dass die Filmtage mit einem Kinderfilm starteten, der sich bevorzugt an Viertklässler richtete. Die BBS-Schüler hatten Grundschülern aus Seesen, die mit Kindern der Pestalozzi-Schule den Film schauten, im Vorfeld bereits einige Kapitel aus dem Buch, auf dem dieser basiert, gezeigt. Das sollte ein Experiment sein. „Wir wollten schauen, wie die Kinder unterschiedlich auf den Film reagieren, wenn sie entweder schon einige Auszüge aus dem Buch kennen, oder ihn ganz ohne Vorkenntnisse sehen“, erklärte Zwölftklässler Florian Birkhold.

Regisseur Stefan Westerwelle, Eva-Maria Schneider-Reuter und Jörg Witte als Vertreter der niedersächsischen Schulkinowoche, die BBS-Schüler Anil Djojan, Florian Birkhold, Lisa-Sophie Heide und Tom Wiese sowie Joshua Friederichs von der Stadtjugendpflege und Hörspiel-Autor Martin Bolik bei der Pressekonferenz zu den 16. Goslarer Filmtagen (v.li.).

Zur Nachbereitung hatten die BBS-Schüler den Drehbuchautor und Regisseur Stefan Westerwelle eingeladen. Dieser nahm sich im Anschluss an den Film Zeit, um mit den Viertklässlern ins Gespräch zu kommen. Die Moderation übernahm BBS-Schülerin Dilara Yildiz. Die 20-Jährige stellte dem Gast ein paar Eingangfragen, doch dann tauten die Schüler auf und waren sehr energisch dabei, ans Mikrofon zu kommen, um auch eine Frage an Westerwelle zu stellen. Sie mussten am Ende sogar gebremst werden, weil die Zeit leider nicht mehr ausreichte.

Fragen zum Casting

Mit dem Regisseur diskutierten die Schüler Szenen, die ihnen am meisten im Kopf geblieben sind, und befragten den Chef des Films, wie damals die Castings abgelaufen sind. Sie nahmen auch Stellung dazu, wie sie zum Thema Lügen stehen, weil dieses im Mittelpunkt des Filmes stand.

Die Filmtage laufen noch bis Ende der Woche. Bei einigen Filmen sind Plätze frei, für die sich Klassen unter www.filmtage.goslar.de anmelden können. Auf der Homepage gibt es eine Übersicht der Filme.








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