Sonntag, 19.11.2017

Aufschrei der Mitarbeiter muss Gehör finden

Leserbrief
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Ilse Schmidt, Goslar, zur Berichterstattung über den Pflegenotstand bei Asklepios, (Eingang: 13. November 2017)

Ich finde es äußerst wichtig, dass die GZ dieses Thema immer wieder aufgreift und berichtet. Wer gibt den Betroffenen sonst eine Stimme?

Der Aufschrei der Mitarbeiter in der Pflege im hiesigen Krankenhaus muss Gehör finden. Das hat mit Verantwortung zu tun. Es geht hier um Menschen und nicht um Sachgegenstände. Der Leserbrief des ehemaligen Chefarztes Dr. Bauermeister zeigt den Ernst der Lage. Diese Zeilen konnte er sicherlich nur zu Papier bringen, weil er die Klinik verlassen hat.

Es waren unsere Volksvertreter, die die Kliniken privatisiert haben und in diesen harten Unternehmenswettbewerb geschickt haben. In Goslar war dies 2003. Die Gesundheit der Bürger aus der Hand zu geben, war fahrlässig. Es fehlen Gesetze, die die Missstände umgehend korrigieren. Die so bejubelten Mehreinnahmen des Staates müssen für die, die sie erwirtschaftet haben, sinnvoll eingesetzt werden. Die Gesundheit muss dabei an oberster Stelle stehen.

Bezüglich der Betriebsräte bekommen wir schon amerikanische Verhältnisse. Hier werden Arbeitnehmervertreter vehement behindert und mundtot gemacht, indem man mit Verlust des Arbeitsplatzes droht. Man sucht nach Fehlern, wenn sich ein Arbeitnehmer nicht im Interesse der Unternehmensführung verhält. Der Angestellte darf vorher noch einen Aufsatz schreiben: Warum mich mein Unternehmen weiterbeschäftigen sollte... Anschließend steht er auf der Straße. Das anonyme Schreiben an den Betriebsrat des Krankenhauses passt in dieses System.







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