Freitag, 09.02.2018

Aufklärung über Big-Data-Hintergründe

Leserbrief
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Dr. Joachim Kreutzkam, Bad Harzburg, zum Artikel „Nicht noch mehr Schule!“ (GZ vom 6. Februar 2018/Eingang 7. Februar 2018)

Am jährlichen Safer Internet Day hätte ich mir einen sehr viel differenzierteren Leitartikel in der GZ gewünscht. Woher soll denn in unseren Schulen das Wissen über Big Data kommen, wenn wir folgenschwere Themen wie das demokratiefeindliche Social Scoring, die kontinuierliche Festlegung des sozialen Stellenwerts aller Bürgerinnen und Bürger, wie in China, in den Medien noch immer stiefmütterlich behandeln?

Unsere Datenschutzbeauftragte Barbara Thiel hat mit ihrem Hinweis auf unsere „digitale Sorglosigkeit“ zu recht auf dieses Defizit mit Nachdruck hingewiesen. (Ob die geplante Groko ihr folgen wird?) Wann beginnen wir auch auf lokaler Ebene mit einer umfassenderen Aufklärung für die Bürgerinnen und Bürger in unseren Medien? Gibt es vielleicht zu viele einflussreiche Interessengruppen, die einer kritischen Debatte gern ausweichen? Fehlt in den Schulen wirklich nur „der Wille“, sich zu informieren? Nein, es fehlt der Wille, etwas zu tun, weil über die Dringlichkeit zu wenig umfassend informiert wird. Die „Vierte Gewalt“ benötigt vielleicht mehr Anstöße aus den Schulen, damit die Lehrkräfte ihrerseits mehr Motivationshilfe bekommen. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die motivierenden Anstöße von Frank Schirrmacher, dem (zu früh verstorbenen) ehemaligen Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.








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