Montag, 05.02.2018

Andere Länder haben gar keinen Extra-Notdienst

Leserbrief
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Dr. Ulrich Bierbaum, Goslar-Hahnenklee, zum Leserbrief von Michael Kwasniok „Beim Notdienst herrscht Personalmangel“ (GZ vom 3. Februar 2018/Eingang: 3. Februar 2018)

Seit 35 Jahren nehme ich als Arzt am Notdienst in der Region teil. Einen Notdienst extra der Kinderärzte gab es früher überhaupt nicht. Dass es damals deswegen Probleme mit der notärztlichen Versorgung von Kindern gab, ist mir nie zu Ohren gekommen. Dann haben die Kinderärzte einen eigenen Notdienst eingeführt, allerdings nur am Tage. Nachts, wenn eher mal seltene „echte“ Notfälle vorkommen, gab es immer nur den allgemeinärztlichen Notdienst.

Bei wirklich dringenden Notfällen gibt es heute Krankenwagen, Notarztwagen und Hubschrauber, die diese Fälle in eine spezialisierte Klinik bringen können. Auch der Allgemeinarzt oder Internist hat mindestens zehn Jahre medizinische Ausbildung, zum Teil in Kinderkliniken, ehe er als niedergelassener Arzt arbeiten kann. Wer meint, mit seinem Kind wegen Husten und Fieber am Wochenende einen Spezialisten zu brauchen, kann ruhig nach Braunschweig fahren.

In anderen Ländern gibt es solche spezialisierten Notdienste überhaupt nicht, aber in Deutschland wird immer noch auf sehr hohem Niveau geklagt.








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