Mittwoch, 13.03.2019

Alina Düren ist Schwimmerin des Jahres

Leserbrief

Salzgitter/Ionia. Heutzutage ist es schon fast nichts Besonderes mehr, wenn jemand davon erzählt, dass sie oder er während der Schulzeit ein Jahr im Ausland verbracht hat. Den amerikanischen Traum leben, an einer High School den Schulspirit hautnah mitbekommen oder auch am berühmten Times Square entlang spazieren: Davon können viele Austauschschüler in USA ein Lied singen. Aber wer kann schon erzählen, dass er während seiner Zeit in den Staaten von einer Zeitung zur Schwimmerin des Jahres ausgezeichnet wurde? Die 17-jährige Alina Düren aus Salzgitter-Üfingen kann von diesem Erlebnis berichten.

Aber von vorn: Alina entschied sich im vergangenen Jahr relativ spontan dazu, zehn Monate in die USA zu gehen, nachdem ihre Lehrerin ein Projekt vorgestellt hatte. „Ich wollte unbedingt etwas Neues kennenlernen und einfach raus aus dem normalen Alltag“, sagt sie.

Mit Freunden zusammen

Bereits vor ihrer Abreise war Alina acht Jahre lang im Schwimmsport aktiv und schwamm zuletzt für den Verein SSG Braunschweig. Was ihr besonders an den USA gefällt ist, dass Schule und Sport zusammen gehören. Sie hat direkt nach dem Unterricht mit all ihren Freunden Training. „Einem Sportteam beizutreten, noch bevor die Schule anfängt, hilft einem am Anfang sehr. Am ersten Schultag kannte ich in manchen meiner Kurse bereits einige Leute und hatte jemanden, der mir geholfen hat, mich zurechtzufinden“, erzählt sie.

Alina Düren schwimmt aber auch für den lokalen Verein in Ionia. Vor Kurzem feierte sie dort auch ihre ersten sportlichen Erfolge in Amerika: Sie konnte sich für die regionalen Meisterschaften qualifizieren, die heute in Ohio veranstaltet werden. Hier wird Alina in ihrer Paradedisziplin 100-MeterBrust für ihren Schwimmverein an den Start gehen. Auch mit ihrem High School-Team konnte sie sich für eine Meisterschaft auf nationaler Ebene qualifizieren.

Mehrere Artikel über sie

Ihr Talent durchaus Anerkennung gefunden. So ist auch die dort ansässige Tageszeitung „Ionia Sentinel-Standard“ auf das 17-jährige Mädchen aus Salzgitter aufmerksam geworden. „Ich war total überrascht, als ich die E-Mail mit der Nachricht von der Auszeichnung bekam“, erzählt sie. Alina hat es überhaupt nicht erwartet „Girl Swimmer of the Year“ zu werden, sie kannte noch nicht einmal den Preis. Aber jetzt kennt der Ort sie: In der Zeitung sind mehrere Artikel über sie erschienen.

„Abgesehen davon, dass man sich natürlich freut, die Auszeichnung zu erhalten, bekommt man auch die Aufmerksamkeit von Colleges. Das ist wichtig, da hier die Unis sehr teuer sind und so die Chance auf ein Stipendium erhöht wird“, sagt sie.

Alina wird aber in diesem Sommer zurück nach Deutschland fliegen und wieder das Kranich-Gymnasium in Salzgitter besuchen. „Schwimmen wird für mich immer ein Hobby bleiben. Momentan weiß ich noch nicht, was ich später einmal machen möchte“, erzählt sie. Die 17-Jährige wolle sich zunächst auf ihr Abitur konzentrieren und danach wahrscheinlich ein Studium anstreben. „Mit dem Fach bin ich mir noch nicht sicher, aber ich denke momentan über Jura nach“, überlegt Alina.







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