Freitag, 15.05.2020

Ab jetzt weniger Corona-Betten bei Asklepios eingeplant

Leserbrief
Kommentieren

Goslar/Seesen. Die Corona-Situation scheint sich zu entspannen. Das hat auch Auswirkungen auf die Asklepios-Kliniken. Die jüngste Verordnung des niedersächsischen Gesundheitsministeriums sieht vor, dass Krankenhäuser weniger Intensivbetten für Covid-19-Patienten freihalten müssen. So können nun auch die Kliniken in Seesen und Goslar wieder mehr Betten für andere Patienten verwenden und den Regelbetrieb in anderen Fachbereichen zunächst wieder hochfahren.

„Auch in den Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen waren und sind natürlich weiterhin der Betrieb und die stationäre Aufnahme der ‚normalen‘ Patienten beispielsweise mit chirurgischen oder neurologischen und neurochirurgischen Beschwerden gewährleistet“, so Asklepios-Sprecher Ralf Nehmzow. Das von den Behörden verhängte grundsätzliche Besuchsverbot in Krankenhäusern bleibt unterdessen vorerst weiter bestehen.

Nur noch 25 Prozent

Der normale Alltag in den Akut-Krankenhäusern mit stationären Notaufnahmen sei zwar auch bisher schon routiniert weitergelaufen, aber der Betrieb könne nun zunächst schrittweise wieder auch für planbare Aufnahmen gesteigert werden. Das heißt im Detail: 25 Prozent der Intensivbetten mit maschineller Beatmungsmöglichkeit müssen dem Erlass zufolge weiterhin für Covid-19-Erkrankungen reserviert bleiben. Ebenso müssen 20 Prozent der Betten auf den sogenannten Normalstationen nach der Verordnung noch für Covid-19-Patienten freigehalten werden. Sollte sich die Corona-Situation wieder verschärfen, müsste die Intensivbetten-Kapazität für Covid-19-Patienten wieder verdoppelt werden. Die Folge: Dann müsste der Regelbetrieb wieder reduziert werden.

Sinkende Fallzahlen

Unterdessen entspannt sich aber derzeit die Corona-Situation bundesweit weiter: Da das Robert-Koch-Institut stetig sinkende Fallzahlen in Deutschland feststellt und somit weniger Intensivbetten freigehalten werden müssen, ermöglicht der Pandemie-Verlauf in kleinen Schritten in Kliniken bundesweit eine geordnete Rückkehr zur medizinischen Regelversorgung. Mehr und mehr werden daher auch ausgewählte Patienten wieder aufgenommen.

„Wir freuen uns, dass wir nach und nach zum Regelbetrieb zurückkehren können, das ist in Corona-Zeiten ein positives Signal für uns alle“, sagt Ulrich Sievers, Leitender Oberarzt und Leiter des Hygieneteams der Asklepios Harzkliniken. Dabei gelte: Sicherheit hat Vorrang. In Goslar und Seesen gibt es extra eingerichtete Isolierstationen für Corona-Patienten. „Natürlich werden die Hygiene-Richtlinien des Robert-Koch-Instituts stets umfassend eingehalten, denn das Wohl für unsere Patienten, aber auch für unsere Mitarbeiter, hat für uns immer höchste Priorität“, sagt Sievers. So haben die Asklepios-Kliniken seit dem 20. April die Pflicht eingeführt, in den Kliniken an allen Standorten einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. red









Weitere Topthemen aus der Region:
  • Bad Harzburg
    Zu große Einfahrt wird zum Musterfall
    Mehr
  • Goslar
    Millionen-Investitionen bei den Dental-Firmen der Familie Rehse
    Mehr
  • Region
    Verfahren gegen Kai Schürholt startet im Januar
    Mehr
  • Bad Harzburg
    Was machen wir Heiligabend mit Oma und Opa?
    Mehr
  • Oberharz
    2021 soll Welterbe-Infozentrum entstehen
    Mehr