Montag, 06.08.2018

5000 Besucher feiern bei "Rocken am Brocken"

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Elend. Mit einem Großaufgebot von fast 90 Bands und DJs wartete das diesjährige „Rocken am Brocken“ (RAB) auf. Dieses Jahr lockte das Festival wieder gut 5000 Besucher an den Rand des sonst eher so beschaulichen Naturschutzgebietes im Harz.

Musikalisch hatte das Festival viel zu bieten: Drei Tage lang ging es alles andere als ruhig zu – bis4 Uhr morgens gab es musikalische Beschallung auf den zwei Bühnen sowie den DJ-Floors. Von Indie-Rock bis Electro und Goa war für jeden etwas dabei. Pech nur für Fans der Hamburger Akustik-Pop-Band Liedfett: Das Mittagskonzert musste aufgrund einer Autopanne verschoben werden. Der Gitarrist, der bereits vor Ort war, tröstete die Fans aber mit einer Soloeinlage, bei der er spontan einige Freunde mit auf die Bühne holte. Das eigentliche Konzert wurde in der Nacht nach den Auftritten der anderen Bands nachgeholt.

Olli-Schulz-Fans lassen sich durch die Menge tragen

Olli Schulz, der Headliner am Donnerstag, dürfte den meisten durch den Ohrwurm „Du bist verhaftet wegen sexy“ im Gedächtnis geblieben sein. Mit seinem Auftritt durchs musikalische Repertoire der letzten Jahre begeisterte er Jung und Alt. Fans konnten es sich sogar nicht nehmen lassen, sich auf einem riesigen aufblasbaren Hummer durch die Menge tragen zu lassen.

Musikalische Stammgäste, wie die Indie-Rockband „RAZZ“ und die Kreativ-Elektro-Party-Band „Schluck den Druck“ reihten sich in das Line-up mit ein. Bei den Urgesteinen gab es für die Menge kein Halten mehr. Ein Stagediver nach dem anderen schwebte über die Köpfe der Feiernden. Auch die Sänger der Elektro-Band Alex und Florian hielt es selten auf der Bühne. Bei dem actiongeladenen Programm sprangen sie immer wieder von der Bühne, um mit den Fans in der ersten Reihe zu feiern.

Die Party endete nicht vor 6 Uhr. Auf dem Zeltgelände spielte immer irgendwo Musik. Zusätzlich gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Poetry Slam und Henna-Kunst. Bei einer Akustikwanderung bekamen die Besucher eine Führung durch den Nationalpark. Mit musikalischer Untermalung erlebten sie die Tier- und Pflanzenwelt hautnah. Die eher sportlich veranlagten Besucher konnten am Yoga-Kurs teilnehmen oder sich beim Beachvolleyball verausgaben.

HERAUSFORDERUNG HITZE

Trotz der brütenden Hitze jenseits von 30 Grad Celsius war das Gelände in Elend immer brechend voll. Auf der Wiese Gieseckenbleek kamen die Festivalbesucher also ordentlich ins Schwitzen. Die Veranstalter hatten einiges in petto, damit die Rocker einen kühlen Kopf bewahren konnten. Für Abkühlung sorgten unter anderem Wasserkanonen und Wasservernebler. Die Security animierte die Besucher zudem, regelmäßig Wasser zu trinken. Die Festivalgänger hingegen zeigten sich durch die Bank weg relativ unbeeindruckt von den heißen Temperaturen. Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes in Braunlage sind überrascht über die geringe Anzahl von hitzebedingten Einsätzen. Durch die große Hitze und die verhängte Waldbrandgefahr-Warnung durfte dieses Jahr auf dem Festivalgelände nicht geraucht werden. Es wurden spezielle Raucherinseln mit Fässern voller Wasser und bereitstehenden Feuerlöschern eingerichtet. Zudem gab es einen großen Grillplatz.  ms/dsg







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