Montag, 27.08.2018

2500 Besucher feiern bei „Rock am Beckenrand“

Leserbrief

Wolfshagen. Auf einer gigantischen aufblasbaren 13-Meter-Rutsche in den Pool schlittern und im Wasser ein Konzert genießen, das bietet kaum ein anderes Festival. Am vergangenen Wochenende konnten die 2500 Besucher des „Rock am Beckenrands“ genau dies erleben.

Gemeinsam mit den Veranstaltern feierten sie die zehnte Auflage des Rock-Festivals. Das Waldfreibad Wolfshagen lud wieder unter dem Festivalmotto „Dive in – get wet“ ein. Zwar galt dies nicht nur für diejenigen, die sich in die Fluten des großen Beckens stürzten. Wer aber eine ähnliche Matschschlacht wie im Vorjahr befürchtet hatte, konnte aufatmen.

Schauer verderben nicht die Laune

Aber auch wenn es mal kurzzeitig ein bisschen nasser von oben wurde, ließen sich die Besucher weder auf dem Zeltplatz noch auf dem Festivalgelände die Laune verderben. Außerdem lenkten die Bands das Publikum mit ihren Shows vom Regen ab, wie die Hamburger Dancehall-Gruppe „Chefboss“: Auf dem sonst eher gitarrenlastigen Festival sorgten sie mit einer furiosen Tanzshow mit elektronischer Untermalung für echte Abwechslung.

Neben altbekannten Bands wie „Montreal“ und „Liedfett“, die durch ihre große Publikumsnähe bekannt ist, waren diesmal auch „Annisokay“ aus Halle zu Gast. Deren aktuelles Album schaffte es bis auf Platz 26 der aktuellen deutschen Albumcharts.

"Madsen" als Highlight

Zu den Highlights am Samstagabend gehörte die Band „Madsen“. Nicht nur die Fans fieberten dem Auftritt entgegen, auch die Gruppe freute sich, in Wolfshagen auf der Bühne zu stehen: „Wir wurden ziemlich oft gefragt, ob wir nicht mal hier spielen wollen. Jetzt hat es endlich geklappt“, riefen sie dem Publikum zu.

Nachdem sie bekannte Songs wie „Lass die Musik an“ und „Du schreibst Geschichte“ gespielt hatten, stimmten sie den Hit an, der zu keinem Festival besser passt als zu „Rock am Beckenrand“. Denn „Nachtbaden“ stand auch im Waldfreibad auf dem Programm. Nach einem kurzen Countdown stürzten sich die knallharten Gäste trotz niedriger Temperaturen ins Becken.

Mehr als 300 Ehrenamtliche im Einsatz

Auch wenn bei Festivals für alle der Spaß im Vordergrund steht, kann die Aufregung für manch einen Besucher zuviel werden. Daher wurde dieses Jahr das „Wo geht’s nach Panama“-Projekt vom Veranstaltungsunternehmen „FKP Scorpio“ übernommen. Jeder Besucher konnte sich – wenn er sich unwohl oder in der Masse bedrängt fühlte – an einen der zahlreichen Helfer mit dem Panama-Bändchen wenden und wurde sofort in eine geschützte Umgebung gebracht. Insgesamt standen mehr als 300 ehrenamtliche Helfer bereit, um das Festival wieder zu einem großartigen zweitägigen Event für zu machen. 60 von ihnen bauten bereits seit Montag die Bühnen auf und kümmerten sich um die Gestaltung des Geländes am Waldfreibad.

POLIZEIKONTROLLEN

Sieben angetrunkene Fahrer fischte die Polizei am Sonntagmorgen bei Kontrollen heraus. Die Beamten stellten Atemalkoholwerte zwischen 0,50 und 0,86 Promille fest. Die Fahrzeugführer waren alle männlich und zwischen 19 und 35 Jahre alt. Abgesehen von der Verkehrskontrolle hatte die Polizei bei „Rock am Beckenrand“ nichts zu tun. Die Veranstalter hätten alles gut im Griff gehabt. „Es gab keine Zwischenfälle“, sagt ein Sprecher der Langelsheimer Polizei.  








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