Montag, 18.03.2019

13 Goslarer machen sich bereit für das größte Pfadfinderlager der Welt

Leserbrief

Goslar. Über 40.000 Jugendliche werden im Sommer auf dem „Jamboree“ im „Summit Bechtel Reserve“ in den USA erwartet, dem größten Pfadfindertreffen der Welt – und unter ihnen auch 13 Goslarer. Die Pfadfindergruppe aus der Kaiserstadt wird sich im Juli zu diesem Abenteuer aufmachen. Vergangenes Wochenende trafen sich die Teilnehmer zum zweiten Vorbereitungstermin im Gemeindehaus des Klosters Frankenberg. Neben den Goslarern werden noch rund 1000 deutsche Pfadfinder zu dem Treffen in den USA reisen.

Beim Vorbereitungswochenende darf das traditionelle Halstuch nicht fehlen. Foto: Port

Zehn Tage werden sie gemeinsam mit Gleichgesinnten aus aller Welt in dem Zeltlager in West Virginia verbringen. Es ist eine lange Tradition und das erste Jamboree fand vor fast hundert Jahren statt und wurde vom Gründer der Pfadfinder Lord Robert Baden-Powell veranstaltet. Heute organisiert die World Organization of the Scout Movement (WOSM) die Veranstaltung.

Einmalige Erfahrung

Das Besondere am „Jamboree“: Es richtet sich ausschließlich an Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren und findet nur alle vier Jahre in einem anderen Land statt. Das bedeutet, dass jeder Pfadfinder nur einmal in seinem Leben daran teilnehmen kann.

In dem Zeltlager erwarten die Goslarer zahlreiche Aktivitäten, auf die die schon gespannt sind: Kanu fahren, Bogenschießen und auch Klettern stehen auf dem Plan, zudem wird ein eigener Skatepark aufgebaut. Im Vordergrund soll aber vor allem der kulturelle Austausch stehen. Schließlich gibt es in fast jedem Land der Welt Pfadfinder, von denen viele auf dem „Jamboree“ vertreten sein werden. Dadurch ist das Zeltplatz so groß, dass es Stunden dauert, ihn zu überqueren. Bevor die Jugendlichen aus der Kaiserstadt allerdings dort ihre Zelte aufschlagen, werden sie noch knapp zwei Wochen bei befreundeten Pfadfindern in Kanada verbringen, wo sie vor allem gemeinsam wandern wollen, erklärt Leiter Frederik Prenzel. Naturverbundenheit, Minimalismus und Gemeinschaft seien nur einige der Eigenschaften, die Pfadfinder ausmachen, sagt Prenzel weiter. Die Reise wird dabei alles andere als Urlaub sein, Wanderungen mit bis zu 25-Kilo-Rucksäcken gehören zum Pfadfinden dazu. Der Preis der Veranstaltung ist solidarisch, das heißt, Teilnehmer aus reicheren Ländern zahlen mehr als solche, die aus ärmeren Gebieten der Welt stammen. Diese Regelung soll gerade den Pfadfindern aus ärmeren Ländern helfen und möglichst vielen von ihnen die Teilnahme an diesem einzigartigen Event ermöglichen, meint Prenzel.








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