Samstag, 17.08.2019

„Pink Floyd ist mein persönliches Welterbe“

Leserbrief

Goslar. Die Konzertreihe Miner‘s Rock startet am 1. November ihre 13. Schicht in der der alten Schlosserei im Weltkulturerbe Rammelsberg. Für ein Doppelkonzert konnten die beiden jungen Popmusiker Elif und Benne angeheuert werden (die GZ berichtete). Im Ersten von zwei Interviews mit der „Jungen Szene“, hat Benne uns erzählt, was die Fans von ihm und den Konzerten erwarten können:

Letztes Jahr hast du in einem Interview gesagt, du wärst gerne Archäologe geworden. Das Forschen und Sammeln wäre schon früh dein Ding gewesen. Was (er)forschst und sammelst du jetzt?

Benne: Spannende Verbindung. Das mit der Archäologie war so ein Kindheitstraum. Wahrscheinlich ausgelöst durch Indiana Jones und Lara Croft, die durch die Weltgeschichte reisen und irgendwelche Relikte sammeln. Was ich jetzt erforsche? Das ist eigentlich gar nicht so unähnlich. Ich erforsche auch die Welt und die Menschen um mich herum und auch ein Stück weit mich selbst. Ich sammele Gefühle, Beobachtungen und Eindrücke und versuche, die mit meiner Musik auszudrücken.

Goslar – Weltkulturerbe – was ist die Stadt für dich? An was denkst du?

Benne: In Goslar war ich noch nicht und habe leider auch keine Verbindung. Aber ich bin gespannt auf die Stadt.

Was ist für dich Welterbe? Was ist dein persönliches Welterbe?

Benne: Als erstes kommt mir die Natur in den Sinn: Das ist etwas, wo wir aufpassen müssen. Wir sollten auf sie achten und nicht als selbstverständlich nehmen. Ansonsten bin ich ein großer Musikliebhaber und da ist schon einiges dabei. Zum Beispiel bin ich mit Klassikern wie Pink Floyd aufgewachsen. Die sind mein persönliches Welterbe.

In drei Sätzen: Stell dir vor, du müsstest jemandem deine Musik beschreiben, der sie noch nicht kennt.

Benne: Ich bemühe mich, mich so echt und nahbar wie möglich zu machen mit der Musik – meine Gefühle freizulegen und so nah wie möglich auszudrücken. Meine Musik ist vielseitig. Ich habe beim letzten Album darauf geachtet, dass verschiedene Elemente und Themen eingebracht werden. Ich bringe von Natur aus viele Emotionen mit rein. Das heißt, es kann gerne mal etwas in die Tiefe gehen und ein, zwei Balladen mehr geben. Aber dann gibt es auch immer wieder was Dynamisches. Es gibt also melancholische Songs und welche die nach vorne gehen und gute Laune machen.

Was erwartet die Goslarer Fans bei deiner Schicht in der alten Schlosserei? Bringst du vielleicht neue Songs mit?

Benne: Ich bringe ein, zwei neue Songs mit, an denen ich grade schreibe. Die gibt es so noch auf keinem Album. Es wird vielseitig werden.

Du gibst ein Doppelkonzert mit Elif. Habt ihr euch schonmal getroffen? Kennt ihr euch?

Benne: Gut kennen wir uns noch nicht, eher vom Sehen und von Konzerten und ähnlichem. Aber wir haben viele gemeinsame Bekannte, mit denen wir beide hin und wieder arbeiten.

Plant ihr vielleicht ein, zwei Songs zusammen für die Goslarer Fans?

Benne: Wer weiß? Schöne Idee, aber ich gehe nicht davon aus, weil wir uns so gut eben noch nicht kennen.

Die Mitarbeiter vom Miner’s Rock hatten die Wette laufen das „Für Immer Bleibt“ der Sommerhit 2019 wird. Für sie ist er es jedenfalls schon. Was sagt du dazu?

Benne: (lacht) Ha, sehr schön. Das freut mich. Also es ist spannend. Es ist ja schon etwas her, dass der Song rausgekommen ist. Er hält sich schon länger als wir das gedacht hatten. Es gab erst ein Peak im Radio, dann ist er wieder runtergegangen und dann wieder rauf, was eher untypisch ist. Ich finde es schön, dass er sich so gut hält und gut bei den Leuten ankommt. Dass er der Sommerhit 2019 wird, ist glaube ich etwas hochgegriffen - aber ein Sommerhit des Jahres 2019, das passt schon eher. Und darüber freue ich mich riesig.

Für das Video zu deinem Song „Für Immer Bleibt“ hast du mit Schülern in ihrer Schule in Flensburg gedreht. Wie sieht’s aus? Ist der nächste Dreh vielleicht unter Tage im Rammelsberg?

Benne: (lacht) Das wäre spannend. Vielleicht schreibe ich ja bis zum Auftritt einen Song, der da passt. Tatsächlich würde vom aktuellen Album der Titel „Bis zum tiefsten Punkt“ so ein bisschen passen. Da geht’s drum, dass man ins Meer eintaucht und immer tiefer geht. Das Meer steht hier für das Unterbewusstsein und die Erfahrungen, die man früher gemacht hat und seinem Partner zeigen möchte, was da alles so versteckt ist. Das Bild würde für mich aber auch unter Tage funktionieren. Vielleicht machen wir da ja was.

Gibt es noch etwas, was du den Goslarern sagen möchtest?

Ich freue mich total auf den Auftritt. Er ist ja in eine kleine Tour von mir eingebettet. Das heißt, wir sind dann auch schon schön warmgespielt und alles läuft rund. Und ich freue mich auch darauf, mit Elif zu spielen, weil ich ihre Musik wirklich mag. Natürlich freu ich mich auch darauf, wenn ganz viele Leute rumkommen.

Nächsten Dienstag lest ihr:

Ein Interview mit Elif, die sich und ihren Stil derzeit neu erfindet.







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