Freitag, 25.01.2019

„Jeder Mensch ist gut, so wie er ist“

Leserbrief

Oker. „Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“ ist ein Motto der neuen „TeenScouts“. 39 Schüler der Adolf-Grimme-Gesamtschule Oker, der Oberschule Seesen, der Vicco-von-Bülow-Oberschule Vienenburg und der Oberschule Bad Harzburg absolvierten diese Woche die dreitägige Ausbildung zum „TeenScout“. Der Grundgedanke des Projektes „come together“ ist, dass Jugendliche einander unterstützen.

Aber was sind eigentlich „TeenScouts“? Die Schüler erklären, dass sie der Kummerkasten für andere auf dem Pausenhof sind, die sich entweder alleine fühlen oder gemobbt werden. Dabei dienen sie als „Lehrerunterstützer“, denn auch Erwachsene können ihre Augen nicht überall haben, wie die Schüler sagen. Kurz zusammengefasst: „TeenScouts“ verbessern für alle das Leben an der Schule.

Um sich besser in ihre Mitschüler hineinzuversetzen, studieren die Workshop-Teilnehmer Rollenspiele ein, in denen sie Lösungsansätze veranschaulichen. Sie lösen Aufgaben zu den Themen Konfliktfähigkeit, Hilfsbereitschaft und Mitgefühl.

Besonders gut kommt bei den Schülern die Übung an, in der sie ausprobierten, wie es ist, taub oder blind zu sein. Dass man sich auf die inneren Werte eines Menschen konzentrieren soll, weiß auch Leon Elias Bletsch (12). Er ist überzeugt, dass jeder Mensch gut ist, so wie er ist. Der Sechstklässler war selbst einmal auf „TeenScouts“ angewiesen, weswegen er sich schlussendlich auch für die Ausbildung entschieden hat.

Kilian Sonnemeier (11) will als „TeenScout“ gern Menschen helfen. Ihm ist aber auch bewusst, dass einige Herausforderungen auf ihn zukommen. „Betroffenen geduldig zu zuhören und sich bei Mitschülern durchzusetzen“, könne schwierig werden, meint der Fünftklässler.

Shira Pelzhof freut sich, so viele Leute durch das Projekt kennengelernt zu haben. Mit ihren 17 Jahren gehört sie zu den ältesten Teilnehmern, die jüngsten sind zehn. Den Altersunterschied kritisieren einige Schüler. Ansonsten bekommt das Organisationsteam positives Feedback. Das Projekt wurde vom Landkreis Goslar, der Oberschule Seesen und der Polizei ins Leben gerufen.

Nachdem die 39 Schüler Urkunden für ihr Engagement erhalten haben, geht aber jetzt die Arbeit als „TeenScout“ erst richtig los. In den Schulen können sie dann zeigen, was sie in der Ausbildung gelernt haben.







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