Montag, 01.07.2019

„Die Drei Geister von Tesla“: Was wäre eigentlich passiert, wenn ...

Leserbrief

Die Vereinigten Staaten stecken 1942 mitten drin im Zweiten Weltkrieg. Der Vater des 13-jährigen Jungen Travis ist mit seinem Flugzeug im Pazifik verschollen oder tot. Seine Mutter muss einen Job in einer Fabrik annehmen. Deswegen müssen beide nach New York umziehen – keine einfache Situation.

 

„Die Drei Geister von Tesla“ spielt in einer alternativen Realität: Bestimmte technologische und historische Entwicklungen weichen teilweise stark von den tatsächlichen ab. So ist zum Beispiel in der Geschichte die Robotik im Japan in den 1940er Jahre bereits so weit entwickelt, sodass das Kaiserreich über Kampfroboter verfügt. Fotos: Splitter Verlag
Zudem ist die Stimmung im Big Apple mehr als angespannt: Feindliche Spione scheinen allgegenwärtig, auch einen Überraschungs-Angriff der Nazis oder Japaner halten viele für wahrscheinlich. Das ebenfalls stark vertretene F.B.I. trägt auch nicht zur Beruhigung der Lage bei. Wenn das „Bureau“ etwas von sich gibt, dann sind es Dementis. Denn Gerüchte machen die Runde: Angeblich verschwinden immer mehr Obdachlose, während im East River nachts diffuse Lichter gesichtet werden. Dass die nur von U-Booten stammen können ist für viele klar. Und als wenn das noch nicht genug wäre, hat Travis seine ganz eigenen „unheimlichen Begegnungen“.

Zum Beispiel der mysteriöse alte Nachbar, der auf seiner Etage wohnt. Durch einen Zufall muss Travis eben diesem Mann einen Umschlag überbringen, der ihm und seinen Freunden auf der Straße von einem Unbekannten zugesteckt wurde. Dass seine Freunde nur gruselige Sachen über den Adressaten zu berichten haben, erleichtert die Aufgabe nicht gerade. Denn schnell findet Travis noch viel unglaublichere Tatsachen über seinen Nachbarn heraus.

Steampunk trifft SciFi

Der Einstieg der Graphic-Novel- Reihe „Die drei Geister von Tesla“ von Autor Richard Marazano und Illustrator Guilhem ist Stimmungsvoll gemacht. Die Anklänge an die Pulp-Literatur der 40er- und 50er-Jahre sind unübersehbar. Der saubere 50er-Jahre-US-Comicstil und die unaufgeregte Farbgebung stehen in gutem Kontrast zu dem Steam- und frühen Elektro-Punk-Plot. Science-Fiction Anklänge à la Verne und Wells würzen das Ganze mit einer spannenden Spur Mystery-Thriller. Auch bei der Gestaltung der Bände wurde gleich mit an Comic-Sammler gedacht – die Covergestaltung ist schon ein echter Hingucker. Geeignet ist die Geschichte für Jugendliche und SciFi/Alternate History-Fans ab 16 Jahren.

Bisher erschienen in der Reihe „Die drei Geister von Tesla“ sind:

  • Bd.1 – „Das štokavische Geheimnis“ von Richard Marazano, 48 Seiten, Splitter Verlag, 15,80 Euro
  • Bd.2 – „Die Verschwörung der wahren Menschen“ von Richard Marazano, 48 Seiten, Splitter Verlag, 15,80 Euro.







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