Freitag, 04.01.2019

„16 Jahre ist das beste Alter für Schüleraustausch“

Leserbrief

Fernweh geplagt? Einige Jugendliche zieht es während ihrer Schulzeit für eine längere Zeit in die Fremde. Damit einem erfolgreichen Auslandsaufenthalt nichts im Weg steht, sind viele Punkte zu klären. Junge Leute, aber auch ihre Familien stehen vor der Frage: Wie gehen wir das am besten an? Die gemeinnützige Stiftung Völkerverständigung hat die wichtigen Punkte zusammengestellt.

Form des Schüleraustausches

Welche Art des Schüleraustausches passt am besten zu mir und welche kann realisiert werden? Es gibt Austauschprogramme zwischen Schulen, Projekte mit der Voraussetzung, dass die deutsche Familie ebenfalls Austauschschüler aufnimmt und den klassischen Schüleraustausch, der von Austausch-Organisationen geplant wird. Vielleicht habt ihr auch im Ausland Bekannte und seid deswegen gar nicht auf eine Organisation angewiesen.

Wie lange?

Klassisch gehen die Schüler für ein Jahr ins Ausland. Wer weniger Zeit hat oder sich solch einen langen Aufenthalt nicht zutraut, kann mit Kurzzeit-Programmen ab vier Wochen ins Ausland gehen.

Wann?

Mit 16 Jahren seien deutsche Schüler im besten Alter für den Schüleraustausch, sagen die Experten der Stiftung Völkerverständigung. Genauso wichtig wie das Alter des Schülers sind aber auch die Regelungen des jeweiligen Bundeslandes.

Wohin?

Am Anfang eurer Planung solltet ihr euch überlegen, in welches Land ihr reisen möchtet. Die Auswahl sollte von der Sprache abhängig gemacht werden, die ihr lernen wollt. Die meisten Austauschschüler wählen englischsprachige Länder, genauso spannend sind auch Auslandsaufenthalte in Südamerika, Spanien, Frankreich, Skandinavien und in China. Welche Kultur bevorzugt ihr? Europäisch, angloamerikanisch oder etwas Exotisches?

Mit der Schule sprechen

Schüler benötigen eine Beurlaubung für den Schüleraustausch. Das ist normalerweise kein Problem. Dafür müssen mit der Schule aber die Rahmenbedingungen des Auslandsaufenthaltes abgesprochen werden.

Kosten

Die Preise für das Auslandsjahr sind sehr unterschiedlich. Den größten Teil macht der Programmpreis der Austausch-Organisation aus. Dazu kommen Gebühren, wie für das Visum und Taschengeld. Die Kosten hängen vom Land, von der Dauer des Auslandsaufenthaltes, vom Programm und von der Austausch-Organisation ab.

Die Finanzierung

Für die Finanzierung solltet ihr euch in aller Ruhe mit eurer Familie zusammensetzen. Es gibt viele Finanzquellen: Kindergeld, Ersparnisse in Deutschland, Auslands-Bafög, staatliche Beihilfen von Bundesländern sowie Stipendien. Einen Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten gibt es unter www.schueleraustausch-portal.de.

Stipendien

Bei Austausch-Organisationen sind Stipendien davon abhängig, dass man sie nur erhält, wenn man über das Unternehmen die Reise bucht. Es gibt auch viele freie Stipendien. Oft werden diese nicht nach den Schulnoten vergeben, vielmehr wird ehrenamtliches Engagement vorausgesetzt. Einen Überblick über seriöse Stipendien und Tipps für die Bewerbung gibt es unter www.schueleraustausch-portal.de/stipendien.








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