Mittwoch, 18.09.2019

Jugendliche schätzen Freizeitangebot, aber kritisieren Anbindung

Leserbrief

Goslar. Die Möglichkeiten für Jugendliche und Junge Erwachsene im Kreis Goslar, ihre Freizeit zu gestalten, seien sehr vielfältig und breit gestreut - So schätzt der Kreisjugendpfleger Holger Fenker die derzeitige Situation ein.

Es gebe einen guten Mix aus öffentlichen und kommerziellen Angeboten. Neben den Jugendtreffs der Städte und Gemeinden, die wie Vereine kostengünstige bis kostenlose Veranstaltungen und Projekte anböten, gebe es auch immer mehr moderne kommerzielle Anbieter, die sich an aktuellen Trends orientieren und gut angenommen würden. Auch Museen würden mehr auf Unterhaltung setzen. Die Stärken der Region lägen aber eindeutig in der vielfältigen Natur mit abwechslungsreichen Outdoor-Sportmöglichkeiten. Allerdings sei festzustellen, dass die Jugendlichen für besondere Freizeitangebote den Kreis auch verlassen würden. Dabei gehe es aber nicht hauptsächlich darum, was noch alles zusätzlich in der eigenen Nähe gewünscht würde.

Anbindung ist Hauptproblem

Vielmehr sei für viele ein Hauptproblem, die verschiedenen Angebote zu erreichen. Ein schlecht ausgebauter Nahverkehr und die Abhängigkeit von Eltern oder Freunden, die Fahrdienste übernehmen könnten, seien das größte Problem für die Jugendlichen im und am Harz. „Die Hauptfrage, die immer wieder aufkommt, ist: Wie komme ich da hin?“, betont Fenker. Hier bestehe tatsächlich ein dringender Lösungsbedarf. Vorstellbar seien zum Beispiel Shuttle-Dienste mit kommunaler und privater Förderung. Nicht nur für junge Leute würde dadurch die Lebensqualität gehoben.

Die Lösung des Mobilitäts-Problems müsse auch ein langfristiges Anliegen sein. Denn frustige Erlebnisse könnten in späteren Lebensphasen die Entscheidung, im Harz zu bleiben oder wegzuziehen, beeinflussen. Dies gelte natürlich umgekehrt für gute Erfahrungen. Sie könnten dazu beitragen, die Bereitschaft in der Region zu bleiben oder wieder her zu ziehen, zu erhöhen.









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