Freitag, 11.10.2019

Goslar bietet wenige Einkaufsmöglichkeiten für Jugendliche

Leserbrief

Goslar. Die Digitalisierung bietet viele neue Möglichkeiten, viele Tätigkeiten von zu Hause aus zu erledigen. Eine der beliebtesten Beschäftigung ist das Online-Shopping, das besonders von der jüngeren Generation sehr geschätzt wird. Oft wird deshalb behauptet, Jugendliche kaufen kaum noch in Geschäften ein und suchen lieber im Netz nach dem, was sie brauchen. Aber ist dem wirklich so? Fünf junge Frauen haben über ihre Gewohnheiten beim Einkaufen der Jungen Szene bei einer Straßenbefragung Auskunft gegeben.

Die Schülerin Alizia Meinel aus Winsen bevorzugt es in Läden einzukaufen, auch wenn sie manchmal mehr findet, wenn sie online sucht. „Ich kaufe schon im Internet ein, aber lieber gehe ich durch die Geschäfte“, erzählt die 17-Jährige. „Nur bei Technik suche ich im Internet. Dann fällt mir nämlich auf, dass ich das Gerät dringend brauche und keine Zeit mehr habe, in die nächste Stadt zu fahren, um in den Läden zu stöbern.“

Online nach Kleidung suchen

Sevgi Bagci (17, links) und Doga Nihal Güner (17, rechts) Fotos: Belz
Etwas anders sieht es bei ihrer Schwester Emily Meinel aus. „Ich suche lieber online nach Kleidern, die ich zum Beispiel in Filmen sehe, weil ich so etwas oftmals nicht vor Ort finde“, teilt die 15-Jährige mit. Auch seien die Kleider in den lokalen Geschäften eher für ältere Menschen gedacht und gefielen ihr nicht besonders. Manchmal gäbe es aber nicht viel, das ihr passt, deshalb bestelle sie tatsächlich oft aus dem Internet. Wenn sie aber mit Freunden unterwegs ist, bevorzuge sie eindeutig die Läden in der Stadt.

Yasmina Hesse aus Braunschweig geht eigentlich gar nicht so oft einkaufen. Wenn sie es dann tut, kauft sie lieber vor Ort ein, obwohl es im Internet natürlich bequemer sei. „Mir ist es wichtig, die Stoffe anzufassen und die Kleidung anzuprobieren. Ich mag auch den Menschenkontakt, wenn ich in Läden einkaufe“, erklärt sie.

Kleidung lieber anprobieren

Ähnlich sehen es die beiden Freundinnen Sevgi Bagci und Doga Nihal Güner. Die Goslarerinnen ziehen es vor, Kleidung anzuprobieren, um sicherzugehen, dass sie ihnen auch wirklich passt. Bei Fragen finden sie es auch gut, wenn sie von den Angestellten beraten werden können. Sevgi fährt dann aber öfter nach Braunschweig und kauft dort ein. „In Goslar gibt es nicht viel für jüngere Menschen“, begründet sie ihre Entscheidung.

Aber auch das Internet wird oft von den Beiden zum Einkaufen benutzt. Sevgi schaue häufig nach Schuhen im Internet. Genauso wie ihre Freundin kaufe Doga dort Schuhe, Rucksäcke oder auch Schulsachen, weil es dort einfach eine schönere und breitere Auswahl gäbe.

Sie erwähnt auch, dass für sie Marken gar keine große Rolle spielen und dass das ein Faktor ist, den sie beim Einkaufen eher nicht berücksichtigt. Ihrer Meinung nach seien viele Jugendliche dabei anders, denn sie legen viel Wert auf Markenwaren. Sevgi gibt zu, dass dies bei ihr zutrifft. „Ich finde, man muss den Geschäften eine Chance geben, auch wenn sie von außen nicht immer ansprechend aussehen. Man findet ab und zu doch noch was Gutes, ohne es zu erwarten.“ fügt sie zum Schluss noch hinzu.









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