Sonntag, 30.06.2019

Der Hammer: Das Schützenfest läuft

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Goslar. Ein Hammer-Start sieht anders aus: Zum Glück bezieht sich diese Aussage nur auf den verunglückten Fassanstich vom Freitagabend in der Bayern-Festhalle, als Oberbürgermeister Dr.Oliver Junk – bestimmt kein blutiger Anfänger am Bierfass – nach 49kräftigen, aber erfolglosen Schlägen eben jenen riesigen Holzschlegel aus der Hand legte und die Mission Freibier kurzerhand abbrach.

Für das erste Schützenfest-Wochenende vermeldet Chef-Organisator Sven Schneider dagegen einen gelungenen Start ins fröhliche Treiben auf dem Osterfeld, das Goslar und sein Umland noch bis nächsten Sonntag in Atem und Feierlaune hält. Am Freitagabend sei irgendwann vor dem Feuerwerk kein Parkplatz mehr auf den ausgewiesenen Flächen zu bekommen gewesen, sodass Schneider die umliegenden Straßen hatte schließen lassen.

Am Samstag habe er dagegen gar nicht den Eindruck gehabt, dass der Platz übermäßig voll gewesen sei. Aber wer bei dieser Hitze kommt, schaut wohl nicht nur zum Bummeln vorbei. „Die Geschäfte waren gut, das haben die Rückmeldungen ergeben“, sagt Schneider. Die Wetter-Prognosen für die Woche sind bislang auch prima: sonnig, aber kühler. Schneider wünscht sich sogar zwischendurch vielleicht ein wenig Regen, damit das zweite Feuerwerk am Freitag wie geplant über die Bühne gehen kann. Die Trockenheit bereitet ihm Sorgen.

Polizei zweimal gefragt

Angesichts anderer Vorfälle dieser Art am heißen Wochenende nehmen sich auch die beiden Prügeleien fast zahm aus, die die Polizei für das Schützenfest meldet. Am Eröffnungstag kam es demnach bereits um 20.50 Uhr zu einem Konflikt zwischen einem unbekannten Angreifer und einem 16-jährigen Goslarer. Der Jugendliche erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Er erlitt eine Platzwunde an der Unterlippe sowie eine Prellung. Am Samstag gegen 23.30 Uhr prügelten sich laut Polizei in einem Zelt ein 24-jähriger und ein 28-jähriger Festbesucher. Der Jüngere der beiden Männer trat seinem Kontrahenten mit dem Fuß in den Bauch.

Und der Hammer-Start? Offenkundig, so erzählte Junk tags drauf am Rande der Bürgerparade, habe die Anlage gar nicht zum Fass gepasst. Das Stadtoberhaupt nahm es spätestens mit Humor, als Erster Stadtrat Burkhard Siebert ihm eine Geschichte von eigenen 37Schlägen am Fass tröstete, und die Geschichte vom Freitag überhaupt zum Anlass, für künftige Schützenfeste angemessene Fassgrößen einzufordern. Die Mini-Exemplare der vergangenen Jahre reichten bei ihm maximal für eine kleine Garten-Party, frotzelte er auch bei Facebook.







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