Freitag, 19.07.2019

Premiere für „German Grand National“

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Es dürfte schon lange kein derart großes Programm zum Auftakt einer Rennwoche in Bad Harzburg gegeben haben wie an diesem Samstag. Elf Rennen mit 110 Startern, schon um elf Uhr geht es mit dem ersten Rennen los, da benötigt der Turffreund zweierlei: einen Wecker, um pünktlich am Weißen Stein zu sein, und reichlich Stehvermögen.

Es dürfte schon lange kein derart großes Programm zum Auftakt einer Rennwoche in Bad Harzburg gegeben haben wie an diesem Samstag. Elf Rennen mit110 Startern, schon um elf Uhr geht es mit dem ersten Rennen los, da benötigt der Turffreund zweierlei: einen Wecker, um pünktlich am Weißen Stein zu sein, und reichlich Stehvermögen.

„Wir werden förmlich von unserem Erfolg eingeholt“, sagt Rennvereinspräsident Stephan Ahrens, der zum traditionellen Empfang bereits um 9.30Uhr, also fast noch zu nachtschlafender Zeit, seine Gäste begrüßen wird. Der frühe Rennstart hat natürlich seinen Grund, denn die ersten sechs Prüfungen werden in Kooperation mit dem französischen Wettanbieter PMU gelaufen, „die Startzeiten sind aus Frankreich vorgegeben“, so Ahrens, „aber dafür gibt es ja auch gutes Geld.“

Knifflige Angelegenheit

Das wird auch in den beiden Superhandicaps ausgeschüttet, jeweils 20.000 Euro beträgt das Preisgeld, und da wollten deutlich mehr als die jeweils zugelassenen 16 Pferde starten. So wurde kurzfristig ein Rennen für die Pferde ausgeschrieben, die nicht ins Feld kamen.

DasersteSuperhandicap wird unter dem Patronat des Braunschweiger Hofs ausgetragen, natürlich wird in diesem Rennen auch die Viererwette ausgespielt, eine vertrackte Angelegenheit. Als Favorit könnte Dreamcatcher antreten, ein Pferd aus dem Stall von Trainer Toni Potters aus Großenkneten im Oldenburger Land. Im Sattel sitzt Alexander Pietsch.

Interessant ist auch Newnton Lodge, den Trainerin Vera Henkenjohann aus dem Westfälischen in den Harz schickt. Mit zehn Jahren ist er halb so alt wie seine Reiterin, Lili-Marie Engels, die heute ein neues Kapitel ihrer Laufbahn beginnt. Die Deutsche Meisterin der Amateurrennreiterinnen hat eine Lehre bei Dominik Moser in Hannover begonnen, ist also ins Profilager gewechselt.

Ein noch größeres Rätselraten ist das zweite Superhandicap, der Große Preis der Öffentlichen Versicherung. All Access aus dem Stall des Müncheners Werner Glanz „mag diese Bahn“, bei drei Starts in Superhandicap war er stets unter den ersten vier, Lacrimosa, die Pavel Vovcenko in Bremen trainiert, hat gleichfalls erste Chancen, und New Order kennt nur gute Leistungen.

Und dann gibt es noch Lover Boy, der Stephan Ahrens und seinen Freunden gehört, bei zwei Starts in deren Farben noch ungeschlagen ist. „Als er zu mir kam, hat er im Training nicht mal eine Runde geschafft“, hat sein Coach Pavel Vovcenko gesagt. In Baden-Baden und Hamburg gewann er imponierend, meist von weit hinten kommend, was in Harzburg bei 15 Konkurrenten nicht leicht sein wird.

Mit sechs Startern aus vier Nationen ist das erste „German Grand National“ durchaus zufriedenstellende besetzt. Serienlohn hat schon das „Grand National“ in Schweden und gerade das Seejagdrennen in Hamburg gewonnen, der Tscheche Jan Faltejsek im Sattel ist fraglos der beste Jockey im Feld. Die Gäste aus Tschechien, Polen und Schweden kommen mit teilweise undurchsichtigen Formen an den Start, doch sollte vor allem Rakisz nicht zu unterschätzen sein. Sein Trainer, der Pole Greg Wroblewski, hat schon vor zehn Jahren erfolgreiche Gastspiele in Harzburg gegeben.








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