Mittwoch, 10.07.2019

Harzburger Rennverein stellt 140. Galopprennwoche vor

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Bad Harzburg. Mit der Pressekonferenz im „Braunschweiger Hof“ am Mittwoch startete der Harzburger Rennverein (HRV) in die heiße Phase der Vorbereitungen auf die Galopprennwoche vom 20. bis 28. Juli auf der Galopprennbahn am Weißen Stein in Bündheim. Die 140. Auflage wird, da ist sich Rennvereinspräsident Stephan Ahrens sicher, dem Anlass angemessen eine runde Sache werden.

Fünf Renntage stehen an. Warum nur fünf statt sechs wie im Vorjahr? „Selbst, wenn wir von der PMU an einem Dienstag oder Freitag 30.000 Euro Provision bekommen würden, wäre ein solcher Renntag finanziell nicht darstellbar“, gab Ahrens zu bedenken. Es gibt aber noch einen schwerwiegenderen Aspekt, auf den Pressesprecher Daniel Delius hinwies: „Der Pferdebestand in Deutschland ist einfach nicht da für einen sechsten Renntag.“ Und wer wolle schon „vier oder fünf Pferde um die Bahn hoppeln sehen“, frage HRV-Chef Ahrens wohl eher rhetorisch in die Runde.

Frühe Startzeiten

Apropos PMU: An den beiden Samstagen und am Finalsonntag wird der französische Wettanbieter wieder mit im Boot sein und mehrere Rennen vom Weißen Stein in seine rund 11.000 Wettbüros übertragen. Das sorgt an diesen Tagen für sehr frühe Startzeiten zwischen 11 und 11.25 Uhr.

Der Harzburger Rennverein hat darauf reagiert. Er hat die verbliebenen fünf Renntage im Rhythmus Samstag, Sonntag, Donnerstag, Samstag und Sonntag mit Rennen so vollgepackt, wie möglich – und noch verträglich. Und so werden in diesem Jahr nur drei Rennen weniger gelaufen, als vor zwölf Monaten mit einem Veranstaltungstag mehr.

Gut besetzte Startfelder

Das Nennungsergebnis für das erste Wochenende gibt den Verantwortlichen recht. „Wir werden sehr gut besetzte Starterfelder haben“, stellt Stephan Ahrens fest. Das gilt besonders für die beiden ersten von vier Superhandicaps, die mit 60 und 57 Nennungen pickepacke voll sind. Zur Erinnerung: Pro Rennen sind in Bad Harzburg nur 16 Pferde erlaubt. Es wird also ein heißer Kampf um die begehrten Plätze, schließlich geht es in jeden dieser hoch dotierten Basisrennen um satte 20.000 Euro.

Dass es dem Harzburger Rennverein nicht an innovativen Ideen mangelt, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Die wohl Spektakulärste wird den Besuchern gleich am ersten Renntag präsentiert: das „German Grand National“. Ein Jagdrennen auf Listenebene über 4800 Meter mit Pferden aus Deutschland, Polen, Tschechien und Schweden. Los geht’s an der1550-Meter-Startstelle und von dort in einer Doppelrunde über den Jagdkurs, inklusive zweimal durch den „Großen Eichenbogen“. Mit diesem Rennen unterstreicht Bad Harzburg eindrucksvoll seine Stellung als Hindernis-Hochburg des Landes, denn mit der auf Listenniveau entschiedenen „Hürden-Trophy“, dem höchstdotierten Hürdenrennen Deutschlands am Donnerstag, und den beiden Seejagdrennen an den beiden Sonntagen des Meetings stehen weitere Hochkaräter über Sprünge im Programm.

„Alles auf Grün“

Wie gewohnt wird an jedem Renntag auch eine Viererwette ausgespielt. Die garantierten Auszahlungen liegen 10.000 und 30.000 Euro bei einem Mindesteinsatz von gerade mal 50 Cents.

Auch das Rahmenprogramm, das Vizepräsident und Event-Manager Thomas Bartke vorstellte, kann sich mehr als sehen lassen. Ein ABBA-Musical-Dinner, das schon nach wenigen Tagen ausverkauft war, und ein Open Air am zweiten Samstag der Rennwoche unter dem Motto: „Erst zum Rennen, dann zur Party...“ sind die Highlights. Hinzu kommen Rennwochen-Klassiker wie Talkabend in der „Alten Schmiede“, Skatturnier im Kaffeezelt oder Fußballspiel der Aktiven im Sportpark. Offiziell eröffnet wird die140. Galopprennwoche im Harz am Samstag, 20. Juli, um 9.30 Uhr im VIP-Zelt, von Christian Freiherr von der Recke, erfolgreicher Galopptrainer mit mehr als 2000 Siegen.

„Es steht alles auf Grün“, stellte HRV-Präsident Ahrens abschließend fest. Also dann: „Mögen die Spiele beginnen!“ In puncto Sicherheit wurde seitens des Rennvereinsvereins auch in diesem Jahr wieder alles Mögliche getan (siehe Bericht der Prüfungskommission auf dieser Seite). „Das Geläuf befindet sich“, so Ahrens, „dank Jürgen Deike und seiner Mannschaft schon heute in einem Eins-a-Zustand und gleicht einem Teppich.“

DIE RENNTAGE

  • Samstag, 20. Juli, PMU-Renntag, Start ca. 11 Uhr
  • Sonntag, 21. Juli, Start ca. 14 Uhr
  • Donnerstag, 25. Juli, Start ca. 15.30 Uhr
  • Samstag, 27. Juli, PMU-Renntag, Start ca. 11 Uhr
  • Sonntag, 28. Juli, PMU-Renntag, Start ca. 11.25 Uhr







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