Turf-ABC


A
wie Absattelring.  Hier werden die Pferde nach dem Rennen abgesattelt. Meistens finden dort auch die Siegerehrungen statt.

wie Amateurrennen. Galopprennen, bei denen ausschließlich Amateure als Reiter zugelassen sind.

wie Aufgalopp. Ruhiger Galopp auf dem Weg zum Start. Lockert die Muskeln der Pferde und gibt den Zuschauern die Gelegenheit, einen letzten Eindruck zu gewinnen. Oft aussagekräftig.

wie Ausgleicher. Sie  stufen das von einem Pferd zu tragende Gewicht nach den vorherigen Leistungen des Pferdes ein.

wie Ausrüstung. Rennreiter haben eine ganz spezielle Ausrüstung, die besonders wenig wiegt, um so Gewicht zu sparen. Der Rennsattel wiegt nur etwa 500 Gramm, die Steigbügel bestehen aus Aluminium. Pflicht sind Sturzhelm und Schutzweste.

B wie Berufsrennreiter. Rennreiter und Rennreiterinnen, die eine dreijährige Lehrzeit als Pferdewirt erfolgreich abgeschlossen haben.

wie Buchmacher. Private Wettunternehmer, behördlich konzessioniert.

D wie Direktorium für Vollblutzucht und Rennen. Aufsichts- und Dachorganisation für den Galopprennsport in Deutschland. Sitz: Rennbahnstraße 154, 50737 Köln (Weidenpesch).

wie Derby. Das bedeutendste deutsche Rennen des Jahres für dreijährige Pferde, das mit wenigen Ausnahmen seit 1869 in Hamburg gelaufen wird.

E wie Erlaubnis. Die Lehrlinge unter den Reitern bekommen gegenüber erfahreneren Kollegen „Erlaubnis“. Sie müssen in den Rennen weniger Gewichte mitnehmen – von 1 bis 5 Kilogramm, je nach Anzahl der Siege.

F wie Farbe (Rennfarbe). Der Rennpferdebesitzer hat seine eigene Rennfarbe. Diese bestimmen die Besitzer selbst, allerdings nach Vorschriften des Verbandes.

wie Führring. Ein ganz wichtiger Ort der Rennbahn. Der Besucher erlebt alles hautnah: das Satteln der Pferde, die Jockeys, Trainer und Besitzer. Man kann alles beobachten: Schwitzt „mein“ Pferd? Glänzt das Haar? Sind die Ohren gespitzt? Zuhören macht Spaß, aber die eigene Meinung sollte man beim Wetten behalten.

G wie Gewichtserlaubnis. Sie bedeutet eine Verringerung des ursprünglich von einem Pferd zu tragenden Gewichts. Eine Erlaubnis gilt für jeden Reiter, der im Inland gelernt und noch keine 50 Siege errungen hat. Je nach Anzahl der Siege der Reiter staffelt sie sich zwischen 5 und 1 Kilo. Diese Erlaubnis ist im Rennprogramm angegeben. Eine Erlaubnis von 2 Kilo gilt für Stuten in Altersgewichtsrennen.

H wie Hufeisen. Aus Aluminium mit Eisenkern. Bringen Gewichtsersparnis und sind „griffiger“ als herkömmliche Eisen .

J wie Jockey. Berufsrennreiter, der mindestens 50 Siege errungen hat.

K wie Kapuze. Wird Pferden übergestreift, die „sehenden Auges“ ungern in die Startbox gehen. Wenn die Boxen aufgehen, reißen die Reiter die Kapuzen blitzschnell herunter.

P wie Parade. Vor großen Rennen paradieren die Pferde vor der Tribüne.

R wie Rennleitung. Dreiköpfiges Gremium – das Schiedsrichterteam auf den Galopprennbahnen. Überprüft die korrekte Abwicklung, kann Strafen verhängen – auch Disqualifikationen. Die Rennlei-tung beobachtet zunächst vom Richterturm am Geläuf, überprüft dann mit Hilfe des Rennfilms.

wie Rennordnung. Das Regelbuch des deutschen Turfs, sehr ausgefeilt, über 400 Seiten.

wie Rennverein. Der Veranstalter der Rennen und Hausherr auf der jeweiligen Rennbahn. Der Rennverein betreibt auch den Totalisator/Wettbetrieb.

wie Richterspruch. Er wird vom Zielrichter festgelegt und enthält die Reihenfolge der Pferde im Ziel sowie die Abstände.

S wie Scheuklappen. Sie sorgen dafür, daß das Pferd nur nach vorn blickt. Bei ängstlichen oder unsicheren Pferden ist dies eine Hilfe. Auch bei Pferden, die sich leicht ablenken lassen.

T wie Totalisator

Das ist im Grunde die Institution des Wettgeschäfts auf der Rennbahn. Dabei wettet nicht der einzelne Besucher gegen den Rennverein, sondern alle Wetter gegeneinander. In jedem Rennen kommen die Einsätze der einzelnen Wettarten in einen Topf, und nach Abzug der Steuern (circa 25 Prozent) erfolgt die Auszahlung an die Gewinner.

W wie Waage. Hier werden die Reiter vor und nach den Rennen (mit der Ausrüstung) gewogen, ob sie das richtige Gewicht haben.

Z wie Zielfoto. Hilfsmittel für den Zielrichter. Ein vergrößerter Abzug wird auf den Zuschauerplätzen ausgehängt.