Montag, 27.04.2020

Sarah Franke: Haarige Zeiten im Home-Office

Leserbrief

GZ-Redakteurinnen und Redakteure erzählen von ihren täglichen Erlebnissen mit der aktuellen Corona-Krise: Diesmal berichtet GZ-Volontärin Sarah Franke von ihren etwas speziellen neuen Kollegen. 

Ich habe zwei neue Kollegen. Sie sind faul, fordern penetrant mit jammernder Stimme meine Aufmerksamkeit und den gemeinsam benutzten Toilettenraum hinterlassen sie manchmal so gar nicht sauber. Wir kennen uns schon länger, und in meiner Freizeit hänge ich gern mit den beiden ab. Es heißt ja, Privates und Berufliches sollte man trennen. Doch das ist nicht so einfach während der Corona-Krise, in der Home-Office zum Alltag wird.

Meine beiden neu-alten Kollegen jedenfalls sind behaart und aufdringlich. Wer jetzt an klischeehafte Macho-Typen mit Goldkettchen denkt, den muss ich enttäuschen. Ich schreibe von meinem Kater und meiner Katze. So unangenehm, wie ich die beiden bisher geschildert habe, sind sie gar nicht. Im Gegenteil.

Ohne Luna und Salem wäre die Wohnung gerade ziemlich leer und still. Schön also, dass nicht nur hin und wieder das Telefon klingelt und ein menschlicher Kollege mit mir plauscht, sondern auch alle paar Stunden eine Katze mauzend um meine Beine streicht. Für das Bruttosozialprodukt leisten Luna und Salem so direkt nichts. Wenn der Kater aber im Sessel neben mir friedlich schnarcht, ist er ein echter Feel-Good-Manager – und das völlig unentgeltlich. Sarah Franke









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