Donnerstag, 21.06.2018

WM-Jubeln und Leiden mit Köttbullar und Bier

Leserbrief

Pusten uns die Schweden am Samstag das WM-Licht aus, wenn Deutschland bei der Fußballweltmeisterschaft um 20 Uhr im russischen Sotschi gegen die Nordmänner antritt? Ausgerechnet an „Midsommar“ findet das wichtige Gruppenspiel statt – am Mittsommertag, den die Schweden heiß und innig lieben und an dem sie traditionell den Sommerbeginn und den längsten, hellsten Tag des Jahres feiern. Angeblich sollen an diesem Tag besondere Kräfte wirken.

Schwedische Bier-Insel

Aber an eine Niederlage gegen Schweden will in Clausthal-Zellerfeld noch keiner denken. Hier wird lieber schon mal fleißig dekoriert. Vor allem bei den Gastronomen. Zum Beispiel bei Matthias Majkowski und Daniel Fischer im Bistro „Hølmen“ am Thomas-Merten-Platz, in dem alle WM-Spiele live auf insgesamt vier Fernsehern übertragen werden. Hier hängen große Fahnen: Blaugelb neben Schwarzrotgold.

Als „schwedische Bier-Insel im Harz“ hat das „Hølmen“ Ende 2017 als Nachfolger des früheren Cafés „Treffpunkt“ eröffnet – das Wort setzt sich zusammen aus dem schwedischen „øl“ für Bier und „holmen“ für Insel. „Beim Fußball halten wir aber natürlich zu Deutschland“, versichert Majkowski mit einem Schmunzeln. Nur die Gerichte, die er zum Spiel am Samstag und auch sonst auf seiner Speisekarte hat, sind nordisch: etwa gerollte Tunnbrödsrulle mit Lachs als Häppchen zwischendurch oder die beliebten schwedischen Fleischbällchen, die selbst gemachten Köttbullar. Bleibt nur zu hoffen, dass Schweden die Deutschen auf dem Platz nicht zum Fleischbällchen oder Lachsröllchen macht...

Warme Küche gibt es im „Hølmen“ übrigens erst seit Kurzem. „Wir haben jetzt die große Küche eingerichtet und können viel mehr Gerichte anbieten“, sagt Majkowski. Zum Beispiel Burger nach eigenem Rezept und mit original schwedischem Hartkäse. „Der ist richtig lecker und schmeckt so ähnlich wie Parmesan“, meint Majkowski. Gerade fertig ausgebaut haben die beiden Schweden-Kneipiers auch ihre Außenterrasse, auf der diverse Trink- und Geschicklichkeitsspiele wie „Beer Pong“ gespielt werden können und zum bequemen WM-Gucken nun auch Liegen stehen. Als besonderes Highlight bietet das „Hølmen“ Gerichte von der Muurikka an – eine ursprünglich finnische Grill-Koch-Heizplatte mit offener Flamme und gut einem Meter Durchmesser. Auf diese skandinavische Variante der Grillpfanne „kann man fast alles hauen“, meint Majkowski. Köttbullar natürlich auch.

Studenten gucken auch

Ab 18 Uhr soll im „Hølmen“ am Samstag ein DJ die Fans einstimmen. Für insgesamt rund 160 Gäste hat das Bistro drinnen und draußen Platz. Gezeigt wird das Spiel bei jedem Wetter. Ist die WM-Zeit eine gute Zeit für Gastwirte? „Es ist mehr los als sonst, die Terrasse ist voll“, antwortet Majkowski.

Übrigens guckt auch die Clausthaler Studenten-Szene gemeinsam Fußball. Der Kellerclub im Studentenzentrum bietet ‚Public Viewing‘ aller Spiele der deutschen Mannschaft, und dazu alle Spiele ab dem Viertelfinale live auf zwei Großleinwänden an. Einlass im Kellerclub, Silberstraße 1, ist jeweils eine Stunde vor Anstoß. Auch ein Tippspiel gibt es hier – wer richtig liegt, gewinnt ein Fünf-Liter-Bierfass.







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