Montag, 04.06.2018

Umweltschutz beginnt vor der Haustür

Leserbrief

Goslar. Das kennen wir doch sicherlich alle: beim Zähneputzen oder Duschen das Wasser laufen lassen, statt es zwischendurch abzudrehen. Manchmal sind wir zu faul, kürzere Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen und greifen lieber aufs Auto zurück. Und die Mülltrennung? Eigentlich ist sie kein Hexenwerk, aber aus Bequemlichkeit hat sicherlich jeder schon mal etwas falsch oder gar nicht recycelt.

Globale Erwärmung täglich präsent

All diese Kleinigkeiten sind Gift für unsere Umwelt. Es vergeht so gut wie kein Tag, an dem in den Nachrichten nicht von der globalen Erwärmung und vom Klimawandel die Rede ist. Trotzdem ist bei Einigen das Bewusstsein über ihren ökologischen Fußabdruck nicht so groß. Anlässlich des Welt-Umwelttages hat die Junge Szene in der Goslarer Innenstadt Jugendlichen auf den Zahn gefühlt. Wir haben nachgefragt, ob sie selbst etwas tun, um die Umwelt zu schützen, oder ob sie fahrlässig mit ihr umgehen.

Bea Sauerwald bemüht sich seit dem Kindergarten, die Umwelt zu schützen. „Damals hieß es noch: Wir tun das für die Eisbären“, sagt die 16-Jährige. Heute weiß die Goslarerin, dass es nicht nur für die Tiere am Nordpol ist, sondern für alle Lebewesen des Planeten. Doch wie genau schützt sie die Umwelt? „Mülltrennung ist mir besonders wichtig“, erzählt sie. Außerdem sei sie nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs, wenn die Strecken nicht allzu lang sind. Zudem versucht sie so gut es geht, auf Plastiktüten zu verzichten. „Wenn ich einkaufen bin, habe ich meinen Rucksack dabei“, erklärt Bea.

"Roller öfter stehen lassen"

Ihrem Kumpel Patrick Kirchner ist der Umweltschutz zwar auch wichtig, er sieht noch Luft nach oben. „Ich fahre oft mit meinem Motorroller in die Stadt, kaufe Plastiktüten und Kunststoffprodukte“, gesteht der 16-Jährige. Der Goslarer gelobt Besserung und befindet sich schon auf dem richtigen Weg: „Ich versuche öfter, meinen Roller stehen zu lassen, mehr zu Fuß zu gehen oder öffentliche Verkehrsmittel zu nehmen. Außerdem trenne ich regelmäßig meinen Müll und mache beim Duschen das Wasser zwischenzeitlich aus“, sagt Patrick.

Evelyn Eckart aus Dörnten achtet mit ihrer Familie darauf, weniger Plastik zu verschwenden. „Wenn ich faul bin, muss ich Plastiktüten kaufen. Wenn ich unter Zeitdruck stehe, kann es auch sein, dass ich den Müll nicht richtig trenne“, berichtet die 16-Jährige. Ansonsten beschäftigt sich die Ratsgymnasiastin viel mit dem Umweltschutz und versucht, dass diese Unachtsamkeiten nicht mehr vorkommen.

Die 18-jährige Darja Heilmann spricht aus, was viele Menschen denken: „Sie sind der Meinung, dass wir nichts tun können. Das ist falsch, denn der Umweltschutz fängt direkt bei uns an.“ Die Abiturientin des Ratsgymnasiums erinnert sich an frühere Jahre ihrer Schulzeit zurück. Sie erzählt, dass sie Referate über den Umweltschutz gehalten und versucht habe, Mitschüler zur Mülltrennung zu motivieren.

Wenn nur alle Menschen auf der Welt so engagiert oder wenigstens so einsichtig, wie die befragten Goslarer Jugendlichen wären, dann wäre das ein Schritt in die richtige Richtung zum Schutz des Planeten.







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