Freitag, 13.07.2018

Rennwoche geht in die Verlängerung

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Bad Harzburg. Die Pressekonferenz zur 139. Bad Harzburger Galopprennwoche (20. bis 29. Juli) im Hotel „Braunschweiger Hof“ war gerade fünf Minuten zu Ende, als die Kunde von einer Absage der Rennen in Bad Doberan am Samstag, 4. August, die Runde machte. Bot sich da etwa die Möglichkeit für einen siebten Renntag der Rennwoche am Weißen Stein in Bündheim?

Günstiger Termin

Rennvereins-Chef Stephan Ahrens und Lars-Wilhelm Baumgarten steckten schon mal die Köpfe zusammen, um zu eruieren, was machbar ist. Der Termin 4. August liege schon mal grundsätzlich günstig, so das Ergebnis. „Am Freitagabend nach der Rennwoche ist sowieso noch ein Sommerfest im VIP-Zelt gebucht, wir müssen das Equipment also ohnehin stehen lassen“, so die Überlegung bei Ahrens und seinem Team. Schulferien sind auch noch, und – es ist ein Renntag der PMU. Der staatliche französische Wettanbieter wird die Rennen live in seine rund 11.000 Wettannahmestellen im Land der Tricolore übertragen, was natürlich auch die Unkosten für den hiesigen Rennverein überschaubar macht.

Nachfrage aus Köln

„Ja, wir würden es machen“, war für den Rennvereinsvorstand schnell klar. Den eigenen Planungen folgten offenbar die im Galopper-Dachverband. Denn die Nachfrage von Rüdiger Schmanns, dem Leiterder Renntechnischen Abteilung in Köln, ob sich Harzburg eine Übernahme des Doberaner Renntages vorstellen könne, ließ nicht lange auf sich warten. „Dresden war auch noch mit im Spiel“, gab Ahrens zu bedenken. Schließlich aber bekam die Kurstadt im Harz den Auftrag, die Rennen am 4. August zu übernehmen.

„Ich denke, dass wir das wuppen können“, gibt sich Ahrens jetzt, wo die Entscheidung gefallen ist, zuversichtlich. „Sieben bis acht Rennen“ kündigt Bad Harzburgs oberster Galopper für den ersten Samstag im August an. Die Ausschreibungen sind auch bereits raus und „Bad Harzburg“ vom Direktorium für Vollblutzucht und Rennen als Austragungsort eingepflegt.

„Unsere Nationalmannschaft ist bei der Fußball-WM in Russland ja um eine Verlängerung herumgekommen, dann sorgen wir eben für einen sportlichen Nachschlag“, stellt Stephan Ahrens mit einem Augenzwinkern fest. Das erste Rennen soll am 4. August bereits um 11.35 Uhr gestartet werden. Dass die Turffreunde den zusätzlichen siebten Renntag annehmen werden, davon ist der Rennvereins-Chef überzeugt. „Denn was ist im Sommer schöner alsein Tag auf der Rennbahn?“, stellt Ahrens eine wohl eher rhetorische Frage.







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