Dienstag, 11.09.2018

Pelzhändler luchsen Kunden Schmuck ab

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Bad Harzburg/Goslar. Mit einer perfiden Masche sorgen momentan angebliche Pelz- und Antiquitätenhändler  für Verunsicherung, aber auch materielle Schäden. Sie verschaffen sich über ein vermeintlich unschlagbar gutes Angebot für einen Pelzmantelankauf Zutritt zur Wohnung ihrer Opfer. 

Dort erschleichen sie sich durch freundliche Worte zunächst auch das Vertrauen ihrer Opfer – meist Senioren. Sie haben es aber in Wirklichkeit nur auf Gold und Schmuck abgesehen, das sie dann zu einem unverschämt niedrigen Preis ankaufen.

Betroffener berichtet

Ein Betroffener aus Bad Harzburg schildert, wie die Täter vorgehen: Die Familie hatte auf ein Flugblatt reagiert, das der Zeitung beigelegt war und auf dem der Ankauf von Pelzen und anderen wertvollen Dingen  beworben wird. Der Händler wurde kontaktiert, kam zu der Familie ins Haus und bot einen enorm hohen Preis für einen Pelz: Auf100 Euro hatte das Ehepaar gehofft, 1600 Euro wurden geboten. Der Mann wollte auch noch Feingold ankaufen. Das Ehepaar wurde skeptisch, der Deal kam nicht zustande und der angebliche Händler verschwand. Die Telefonnummer, die auf dem Werbeblatt abgedruckt war, sei nicht mehr erreichbar gewesen, erzählt der Betroffene.

Zwei Mal erfolgreich

Nicht immer ging das so glimpflich aus. Der Polizei, die gegen die Betrüger ermittelt, sind bisher zwei weitere Fälle – einer aus Goslar und einer aus Bad Harzburg –bekannt, bei denen die Täter sogar zum Zuge kamen. Zwei Opfern wurden Gold und Schmuckstücke so weit unter dem echten Preis abgekauft, dass beide einen Schaden von jeweils gut 1000 Euro erlitten. Die Täter gingen mit dem Gold davon, sagten aber, sie kämen noch zurück, um den (ebenfalls hohen) Kaufpreis für den Pelzmantel zu bezahlen. Darauf warten die Opfer noch immer...

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

  • 35 bis 40 Jahre alt,
  • 1,70 Meter groß,
  • dunkle kurze Haare,
  • sprach perfekt Deutsch, war aber vermutlich Ausländer.

Die Polizei geht davon aus, dass es noch weitere Opfer gibt und bittet sie, sich zu melden. Darüber hinaus wird zur Vorsicht gemahnt: Derartige Haustürgeschäfte sollte man in dieser Größenordnung überhaupt nicht tätigen.

Die Polizei bittet zudem um besondere Vorsicht und Prüfung auch vermeintlich seriös wirkender Zeitungsbeilagen. In diesem Fall hatte der Flyer kein Impressum, was ein Indiz für eine Verschleierung der Adresse sein könne. 







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