Montag, 25.09.2017

Ein Treffen der Helden und Schurken

Leserbrief

Kassel. Grimmige Alienkrieger stapfen zwischen den sorgsam angelegten Blumenbeeten herum, während Hobbits und Elfen beim Synchronsprecher-Workshop Schlange stehen – auf der Connichi sind das ganz normale Situationen. Die Messe, die in den vergangenen Tagen im Kongress Palais in Kassel veranstaltet wurde, ist die größte Anime- und Cosplay-Convention in Deutschland. Jedes Jahr erwartet die mehr als 25.000 angereisten Besucher ein großes Rahmenprogramm.

Als Herkunftsland der Manga- und Anime-Kultur durfte wie jedes Jahr ein besonderer Fokus auf Japan nicht fehlen. Im Innenhof des Kongress Palais gab es auch dieses Jahr wieder einen großen Zeltbereich zum Thema Matsuri, also japanische Volksfeste. Neben Musik, japanischem Essen und Weissagungen konnten sich die Besucher an vielen traditionellen und modernen Glücksspielen versuchen. In den weitläufigen Hallen zeigten Zeichner ihre Kunstwerke, Autoren standen Frage und Antwort zu ihren neuesten Büchern, in den Workshopräumen wurde viel über Traditionen und Kunst in Japan erzählt.

Authentische Outfits

Abseits vom Innenbereich fanden die Messe-Besucher einen Großteil der Action im anliegenden Park, in dem die Cosplayer ihre meist selbst gefertigten Outfits präsentierten. Ob Serien-Charakter, Film-Bösewicht oder Held, bei den Outfits waren der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Manches Cosplay bestand dabei aus mehreren Monaten harter Arbeit – Heißkleber, Drähte, Schaumstoff und sehr viel Geduld bei der Bemalung müssen eingeplant werden. Wer bis zur Connichi die Verkörperung seiner Lieblingsfigur noch nicht ganz perfektioniert hatte, bekam auf der Messe genug Gelegenheit dazu.

In den Workshops und Vorträgen standen nämlich neben Animation die authentischen Kostüme im Vordergrund: Die Besucher lernten, wie sie ihren originalgetreuen Outfits den letzten Schliff verpassen und wie sie sich für Fotos ins rechte Licht rücken können. Aber auch Tipps zum Gestalten, Animieren und Synchronisieren eigener Charaktere kamen nicht zu kurz, und die Besucher konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.








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