Montag, 20.08.2018

Der "Inno-Truck" begeistert Goslarer Berufsschüler

Leserbrief

Goslar. Wie wird aus einer guten Idee eine Innovation? Was versteht man überhaupt unter einer Innovation? Und wie kann man selbst zum Innovator werden?

Antworten auf all diese Fragen erhielten Zwölftklässler der Berufsbildenden Schulen Goslar-Baßgeige/Seesen (BBS) gestern Vormittag im sogenannten Inno-Truck. Das ist ein 40-Tonner, der im Dienst der Wissenschaft umgebaut wurde: quasi ein mobiles Labor auf Rädern. Der Truck wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eingerichtet. Mehr als 80 Exponate haben in den zwei Stockwerken mit der rund100 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche Platz.

Entdeckungsreise für Schüler

Auf die Schüler wartete eine spannende Entdeckungsreise. Dr. Dominik Klinkenbuß, der mit seiner Kollegin Dr. Eva Zolnhofer das Projekt begleitet, erklärte, was das Besondere am Inno-Truck ist: „Die Schüler können vieles sehen, was noch nicht fertig ist. Auf Messen werden sonst nur vollendete Innovationen präsentiert.“

Die BBS-Schüler haben sich nicht nur die Exponate angeschaut, sie sind auch selbst in die Rolle der Wissenschaftler geschlüpft. Ein Themengebiet im Inno-Truck lautete „Nachhaltiges Wirtschaften und Energie“. Darum bauten die Zwölftklässler unter Verwendung von Ascorbinsäure und Eisen(III)-sulfat sogenannte Redox-Flow-Batterien. Diese gewinnen Energie durch die Redoxreaktion von chemischen Verbindungen und sind besonders effizient sowie langlebig. Bisher ist ihre Fertigung noch sehr aufwendig, weswegen Forscher in aktuellen Projekten versuchen, diese zu optimieren.

„Besser als Unterricht“

Der Bundestagsabgeordnete Dr. Roy Kühne (CDU), der zusammen mit den Schülern experimentierte, lobte, dass die Jugendlichen selbst aktiv werden konnten. „So können die Innovationen an die Menschen herangebracht werden. Gelebte Chemie ist besser, als im Unterricht zu sitzen und die dritte Ableitung in Mathe auszurechnen“, sagte der Politiker. Die Begeisterung über den Inno-Truck war den Schülern deutlich anzumerken. „Egal, wo man hinguckt, man hat etwas zu sehen“, sagte Adrien Riecken. Der 24-Jährige, der naturwissenschaftlich interessiert ist, konnte sich im Inno-Truck austoben. „Die Anleitungen waren sehr übersichtlich und darum war es nicht so schwer, die Batterie zu bauen“, erzählte Adrien. Sein Kumpel Niklas Pusch war ebenfalls in seinem Element. „Ich möchte später gern technischer Produktdesigner werden und deswegen fand ich es hier sehr interessant“, sagte der 18-Jährige.

Viel erklärt

Das einzige Mädchen in der Runde, Lena Kujawa, war ebenfalls ziemlich beeindruckt von dem Truck. „Er ist riesig und es gibt eine wechselnde LED-Beleuchtung im Inneren“, schwärmte die 18-Jährige. „Mir hat gut gefallen, dass uns die wissenschaftlichen Mitarbeiter viel erklärt haben“, sagte sie.

Die Jugendlichen haben zudem erfahren, worauf es in technischen Berufen ankommt und welche Ausbildungs- sowie Studienwege es in diesem Bereich gibt. Lena zum Beispiel plant, Veranstaltungstechnikerin zu werden.







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